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Currywurst

16.03.2017

Deutsche verspeisen pro Jahr 800 Millionen Currywürste

Klassisch auf dem Pappteller: Currywurst mit Pommes frites.
Bild: Jens Kalaene/Archiv (dpa)

Während die einen den Imbiss-Klassiker am liebsten jeden Tag auf dem Teller hätten, stempeln die anderen die Currywurst als ungesundes No-Go ab. Und das seit 67 Jahren.

Eigentlich ist selbst das schon eine kleine Sünde: kurz nach dem Tag des Fleischpflanzerls vergangene Woche über die Currywurst zu schreiben. Aber die noch viel größere Sünde ist, so meinen viele Kulinariker, Currywurst zu essen – möglicherweise sogar mit Pommes. Das Topgericht deutscher Kantinen feiert in diesem Jahr 67. Geburtstag und sollte Ernährungsberatern zufolge endlich in Rente gehen. Allein: Die Currywurst wird noch gebraucht – von ihren Fans. Denn sage und schreibe über 800 Millionen Stück werden in Deutschland pro Jahr verzehrt.

Superfrüchte ja, Biokost natürlich, vegane Trendgerichte: prima. Vernünftige Ernährung, heißt es in fast jedem Ratgeber zum Thema, sei neben regelmäßiger Bewegung der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben. Nicht umsonst lautet das Credo „Du bist, was du isst“.

Satt macht der Imbiss-Klassiker nur für ein paar Stunden

Was aber sind diejenigen, die sich mittags ein, zwei Currywürste mit einem Berg Pommes in der Kantine genehmigen und dabei vor Wohlgefühl die Augen verdrehen als wären sie bei Witzigmann? Dummköpfe? Der Imbiss-Klassiker decke den Tagesbedarf an Fett, satt mache er nur für ein paar Stunden, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Mit Acrylamid und gefährlichen Transfettsäuren kämen Currywurst und Fritten alles andere als harmlos daher.

Glücklicherweise gibt es auch andere Experten, wie den Ernährungswissenschaftler und Buchautoren Uwe Knop („Ernährungswahn“). Der behauptet: „Ungesundes Essen gibt es nicht.“ Und: Der Bauch wisse vieles besser als der Verstand. Wenn einem also der Bauch zur Currywurst rät, dann dürfe man die auch ohne schlechtes Gewissen essen. In diesem Sinn: Guten Appetit!

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