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08.03.2018

Diese Stellenstreichungen trafen Augsburg besonders hart

Die Firma Permium Aerotec ist eine hundertprozentige Tochter von Airbus. Bis Ende 2019 sollen nun 500 Leiharbeiterstellen wegfallen.
Bild: Fred Schöllhorn (Symbolbild)

Die Wirtschaft floriert, es gibt so wenige Arbeitslose wie lange nicht. Dennoch erreichen Stellenstreichungen immer wieder Augsburg. Ein Überblick.

Schon wieder Stellenabbau in Augsburg: Premium Aerotec – Tochterfirma des Flugzeugherstellers Airbus – streicht 500 Arbeitsplätze. Die Augsburger Niederlassung fertigt vor allem Teile für den Airbus A380 und den Militärtransporter A400M. Das Problem: Die Nachfrage nach diesen beiden Flugzeugtypen ist sehr gering. Deshalb wird die Tochterfirma in diesem Jahr 300, und 2019 weitere 200 Leiharbeiterstellen kürzen. Ab übernächstem Jahr könnte es dann auch die Stammbelegschaft treffen.

Es ist nicht der erste Stellenabbau in Augsburg in den vergangenen Monaten. Obwohl die Konjunktur in Deutschland gut da steht und Schwaben sogar den Landkreis mit der geringsten Arbeitslosenquote (Kreis Donau-Ries) stellt, fallen an Niederlassungen in Augsburg immer wieder Stellen weg. Wir haben noch einmal zusammengefasst, welche Unternehmen jüngst betroffen waren.

Stellenabbau bei Kuka und Ledvance kurz vor Weihnachten

Vom Roboter- und Anlagenhersteller Kuka gab es eigentlich stets positive Nachrichten. Im vergangenen November wurde jedoch bekannt, dass es im Bereich Anlagenbau Probleme gibt. Kuka-Geschäftsführer Till Reuter wollte daraufhin den Bereich umstrukturieren. Das bedeutete den Verlust von 250 Stellen. Dabei wollte er auf Kündigungen verzichten, sagte er damals unserer Redaktion. Sein Plan war, dass Mitarbeiter in die florierende Robotersparte wechseln oder durch Altersteilzeit-Regelungen vorzeitig ausscheiden könnten.

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Im November 2017 gab es für Arbeitnehmer eines anderen Augsburger Industriebetriebs eine Horror-Nachricht: Lampenhersteller Ledvance (früher Osram) will das Werk in Augsburg schließen. 650 Stellen sind betroffen. Ledvance-Mitarbeiter demonstrierten daraufhin auf dem Firmengelände. Auch die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) schaltete sich ein. Sie stellte dem Unternehmen eine Technologieförderung in Aussicht, wenn es das Werk in Augsburg nicht schließt.

Manroland: Insgesamt rund 1000 Stellen weggefallen

140 Arbeitsplätze sind vor fast genau einem Jahr bei MAN Diesel & Turbo weggefallen. Allerdings kam das Unternehmen ohne betriebsbedingte Kündigungen aus. Durch Altersteilzeit, Aufhebungsverträge und andere Mittel gelang der Abbau. Ähnlich stellte sich die Situation bei UPM dar: Der finnische Papierhersteller fasste Anfang des Jahres 2017 den Entschluss, eine Papiermaschine in Augsburg zu schließen. Der Grund: geringe Nachfrage. 150 Mitarbeiter waren davon betroffen. Doch wie bei MAN kamen die Verantwortlichen ohne betriebsbedingte Kündigung aus.

Beim Augsburger Druckmaschinenhersteller Manroland gab es in der Vergangenheit gleich mehrfach schlechte Nachrichten für die Arbeitnehmer: Das Unternehmen meldete 2011 Insolvenz an. 750 Arbeitnehmer sollten ihren Job verlieren. Im Oktober 2014 strich Manroland weitere 250 Stellen in Augsburg.

Auch Weltbild hat im Januar 2014 Insolvenz angemeldet. Mittlerweile hat die Düsseldorfer Droege Gruppe den Augsburger Verlag übernommen. Die Logistik wurde nach Tschechien ausgegliedert. Am Standort Augsburg, wo einst 2300 Mitarbeiter beschäftigt waren, sind es derzeit weniger als 400 in Verlag und Handel. Weltbild setzt vor allem auf den Online-Handel, aber auch weiterhin auf Filialen und den Katalog.

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