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Diesel-Skandal
19.07.2018

Privatleute wollen keine Diesel mehr

Der Absatz an Diesel-Fahrzeugen ist in den vergangenen Monaten eingebrochen.
Foto: Jan Woitas, dpa (Symbol)

Der Diesel-Skandal sorgt für sinkende Absatzzahlen. Trotzdem setzen die deutschen Autobauer mehr Fahrzeuge ab als je zuvor.

Der Diesel-Skandal hinterlässt bei den Autokäufern seine Spuren. Der Absatz an Diesel-Fahrzeugen ist in den vergangenen Monaten eingebrochen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hatten gerade einmal 32,1 Prozent der verkauften Neuwagen in Deutschland einen Diesel unter der Motorhaube. Im Jahr 2015 war es noch jeder zweite. Vor allem Privatleute kehren der Technik den Rücken zu. „So waren im Juni 2018 nur noch 18,9 Prozent aller Neuwagen der Privatkäufer mit Dieselmotor ausgestattet“, berichtet Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen in einer neuen Studie – also nicht einmal jedes fünfte Auto. Gleichzeitig aber brummt der Automarkt und die deutschen Hersteller Volkswagen, Daimler, BMW und Audi melden Rekordabsätze. Wie passt das zusammen?

Nie zuvor sind in Europa mehr Pkw zugelassen worden als im ersten Halbjahr 2018, berichtete der Branchenverband Acea diese Woche. Und während Staatsanwälte gegen VW-Manager ermitteln und Audi-Chef Rupert Stadler in U-Haft sitzt, läuft das Geschäft von Volkswagen gut: Der Konzern verzeichnet mit 5,5 Millionen Auslieferungen das beste erste Halbjahr in seiner Geschichte – ein Plus von 7,1 Prozent.

Deutsche Hersteller melden trotz Diesel-Krise Rekordabsätze

Ein Hauptgrund für die hohe Nachfrage ist, dass der Autobestand „relativ alt“ ist, erklärt Peter Fuß, Experte der Unternehmensberatung EY. „Nachdem sich die Länder in Europa von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt haben, ist der Bedarf nach Neuwagen groß“, sagt er. „Die Menschen investieren in Mobilität, um neue Technologien und verbrauchsärmere Fahrzeuge zu bekommen.“

Dabei kauften auch Privatleute wieder gerne einen Neuwagen, sagt Fuß: „Die verfügbaren Einkommen sind gestiegen, das Zinsniveau ist niedrig, teils gibt es günstige Leasingraten. Man gönnt sich etwas.“ Hoch im Kurs stehen SUV. „Der Anteil der Elektroautos steigt zwar, ist in absoluten Zahlen aber noch immer homöopathisch niedrig“, berichtet Fuß. „Solange die Ladeinfrastruktur nicht da ist, ändert sich dies kaum.“

Und es gibt noch einen Grund, dass die deutschen Hersteller trotz Diesel-Krise Rekordabsätze melden. Das ist der Markt in China, erklärt Dudenhöffer. „China ist der größte Automarkt der Welt und wächst mit rund acht Prozent“, sagt er. Vor allem China lässt also VW & Co. florieren. Dort steige die Autonachfrage seit rund zwanzig Jahren. „Und der Markt ist noch lange nicht gesättigt“, sagt Dudenhöffer.

Dabei sind es aber vor allem Benzin-Fahrzeuge, die weltweit verkauft werden. Das Dieselauto sei „ein deutsches Phänomen“, dessen Marktanteil sich weltweit nur zwischen zehn und 15 Prozent bewege, meint Dudenhöffer. „Der Diesel ist weltweit ein Nischenprodukt.“ In Deutschland sind es in erster Linie Unternehmen und Behörden, die noch Dieselautos anschaffen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hatten 58,7 Prozent der neuen Behördenautos einen Dieselmotor. „Vielleicht, weil Diesel-Fahrverbote für Behördenautos und Minister weniger Bedeutung haben. Diesel-Fahrverbote gelten für Otto Normalverbraucher“, mutmaßt Dudenhöffer.

Dass sauberere Dieselautos, welche die neue Euro-6d-Norm erfüllen, der Antriebstechnik neuen Schwung verleihen, glaubt er nicht. Dies sei „eine Wunschvorstellung“, sagt er. „Ein kleines Zwischenhoch mit Euro 6d ist denkbar, aber keine Diesel-Renaissance.“

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