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Automobilzulieferer

07.01.2019

Dieselkrise: Zulieferer Bosch hat 600 Stellen gestrichen

Bosch will seine internen Unterlagen zum Diesel-Abgasskandal bei VW weiterhin nicht herausgeben.
Bild: Sebastian Kahnert, dpa

Die Automobilzulieferer leiden unter der Dieselkrise. Bei Bosch hat die Affäre im vergangenen Jahr 600 Stellen gekostet.

Die Dieselkrise hat beim Zulieferer Bosch im vergangenen Jahr zahlreiche Arbeitsplätze in der Antriebstechnik gekostet. In den Werken im saarländischen Homburg und im bayerischen Bamberg seien insgesamt 600 Stellen abgebaut worden, sagte der zuständige Bereichsvorstand Uwe Gackstatter der Branchenzeitung Automobilwoche.

Dieselkrise auch bei Zulieferern: Bosch hat 600 Stellen abgebaut

Ein Sprecher des Unternehmens sagte, es handle sich jeweils zur Hälfte um Vorruhestandsregelungen bei festen Mitarbeitern und um nicht verlängerte befristete Verträge. Da die Nachfrage nach Diesel-Autos sinke, riefen die Kunden auch weniger Komponenten dafür bei Bosch ab, erläuterte der Sprecher.

Laut "Automobilwoche" fürchten Arbeitnehmervertreter auch im laufenden Jahr weitere Stellenstreichungen. Dazu wollte Bosch keine Prognose abgeben. Bei dem Zulieferer hängen weltweit rund 50 000 Arbeitsplätze am Diesel, davon rund 15 000 in Deutschland. Bosch verhandle derzeit mit den Arbeitnehmern über Ersatztechnologien, heißt es in dem Bericht weiter. Man könne aber noch nicht sagen, ob die negativen Effekte aus dem Diesel ausgeglichen werden könnten. (dpa)

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