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Maduro unter Druck

03.11.2017

Droht Pleite? Venezuela will Staatsschulden neu verhandeln

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro zeigt einen neuen Geldschein im Nennwert von 100.000 Bolivar hoch. Im Krisenland Venezuela ist das Geld praktisch nichts mehr wert.
Bild:  Francisco Batista (dpa)

Das wirtschaftlich stark angeschlagene und hochverschuldete Land Venezuela will mit Gläubigern über eine Umstrukturierung seiner Staatsschulden verhandeln.

Das kündigte Staatschef Nicolas Maduro am späten Donnerstagabend in einer Rede zur Nation an. Nach einer letzten Zahlung der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA wolle man mit den Geldgebern über die gesamten Schulden neu verhandeln. "Morgen müssen wir 1,121 Milliarden Dollar von der PDVSA-Anleihe 2017 bezahlen.

Ich habe das Geld, um diese Verpflichtung zu erfüllen und habe die Zahlung angeordnet", sagte Maduro. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet unter einer Hyperinflation und steht seit Monaten am Rande der Pleite.

Ziel der Aktion, Experten sprechen von einer Restrukturierung, ist die Reduzierung der Schuldenlast. Die venezolanische Führung hat einen solchen Schritt lange abgelehnt, auch unter Maduros Vorgänger Hugo Chavez. Mit dem jetzigen Schritt räumt Maduro faktisch ein, dass die Schuldenlast untragbar für das südamerikanische Land geworden ist. Offen blieb, wie er sich das vorstellt. Eine einseitige Umstrukturierung, könnten direkt als Zahlungsausfall gewertet werden, es würde eine der größten Staatspleiten Südamerikas drohen.

Maduro machte Finanzsanktionen der USA für den Schritt verantwortlich - diese waren von der Regierung von US-Präsident Donald Trump verhängt worden, weil das von der Opposition dominierte Parlament entmachtet worden war, die USA werfen dem Sozialisten die Errichtung einer Diktatur vor, sind aber weiter größter Abnehmer von Öl aus Venezuela.

Für Venezuela sei es deshalb unmöglich, neue Finanzquellen aufzutun. Die seit Sommer geltenden US-Sanktionen verbieten es vielen Investoren, neue venezolanische Anleihen zu kaufen.

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