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EU
28.06.2017

Diese Frau legt sich mit Google an

Kommissarin Margrethe Vestager will von Google 2,42 Milliarden Euro Strafe.
Foto: Virginia Mayo, dpa

Margrethe Vestager brummt dem Internet-Riesen Google eine Rekord-Strafe auf. Doch das ist für die EU-Wettbewerbskommissarin erst der Anfang.

Ausnahmsweise dürfte es dem US-Internetriesen nicht viel Freude bereitet haben, gestern ganz oben in den Suchergebnissen zu stehen: Denn EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager machte Nägel mit Köpfen – und verpasste dem Konzern die Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro. Sie ist das Ergebnis langjähriger Ermittlungen gegen den Suchmaschinenanbieter. Nach sieben Jahren hatte die Behörde mehr als 5,2 Terabyte an Suchergebnissen analysiert: „Das sind 460 Millionen Kopien meines Sprechzettels“, scherzte Vestager. „Es würde wohl 17.000 Jahre dauern, bis ich das alles verlesen hätte.“ Die Genugtuung, den Fall aus ihrer Sicht hieb- und stichfest gemacht zu haben, war der früheren Wirtschaftsministerin anzumerken.

Google soll sich einen enormen Wettbewerbsvorteil verschafft haben

Der Vorwurf: Google habe durch seine dominante Marktposition seinem eigenen Preisvergleichsdienst Google Shopping einen unfairen Vorteil verschafft. Mehr noch: Vestagers Behörde konnte nachweisen, dass „der am besten platzierte Wettbewerber im Durchschnitt erst auf Seite vier der Suchergebnisse von Google angezeigt“ wird.

Verbraucher orientieren sich statistisch gesehen aber vor allem an den ersten zehn Treffern: 95 Prozent aller Klicks entfallen auf die höchstplatzierten Ergebnisse. Dagegen klickt nur ein Prozent der Internetsurfer auf das erste Ergebnis der zweiten Seite. Für die Kommission war dies ein Indiz, für eine Wettbewerbsstrafe aber brauchte es mehr. Suspekt war der Kommission der plötzliche Aufstieg des Google-Preisvergleichsdienstes. Denn der einst auf Froogle getaufte Service war anfangs kaum erfolgreich. Intern hatte man das Projekt 2006 fast abgeschrieben. Doch der Konzern wollte den Misserfolg nicht auf sich sitzen lassen und änderte, davon ist Vestager überzeugt, 2008 „grundlegend seine Strategie“. Bei Suchergebnissen wurde der eigene Dienst „systematisch an die erste Stelle gesetzt“. Dabei stellt Google dort direkte Links zu Verkäufern ein. Echte Preisvergleichsportale tauchen erst weiter unten auf – für den Verbraucher praktisch unsichtbar.

Margrethe Vestager hat Google weiter im Visier

Der Suchmaschinenriese gab sich trotzig: Man wisse eben, dass „Menschen normalerweise Links bevorzugen, die sie direkt zu den gewünschten Produkten führen und nicht zu Websites, auf denen sie die Suche noch einmal durchführen müssen“. Der Konzern will nun prüfen, Einspruch gegen die Entscheidung aus Brüssel zu erheben. Dabei bleiben nur 90 Tage Zeit, die gestrige Entscheidung umzusetzen, sonst drohen weitere Bußgelder.

Und Vestager läuft sich schon für Runde zwei und drei warm. Die weiteren Ermittlungen gegen Google zum Werbedienst AdSense sowie gegen die Smartphone-Software Android seien „gut vorangekommen“. Für die Kommissarin ist der Kampf noch längst nicht zu Ende.

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