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22.02.2018

EU-Kommissar: Klimaschutz per Finanzmarktregulierung

Valdis Dombrovskis unterstützt die Vorschläge zu «Green Finance».
Bild: Olivier Hoslet/EPA (dpa)

Die EU-Kommission plant zusätzliche Regulierungen für den Finanzsektor, um damit "grüne" Investitionen zu fördern.

Wenn die EU die Pariser Klimaziele erreichen wolle, müssten 180 Milliarden Euro jährlich zusätzlich klimafreundlich investiert werden, "und das liegt weit jenseits der Möglichkeiten der öffentlichen Hand", sagte der für die Finanzmarktregulierung zuständige Vizepräsident Valdis Dombrovskis der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag).

Der lettische Politiker kündigte an, seine Behörde werde alle wesentlichen Vorschläge zu "Green Finance" übernehmen, die eine Gruppe von Fachleuten im Auftrag der Kommission im Januar vorgelegt hatte. Bisher hatte die EU-Behörde offen gelassen, ob sie die Vorschläge der Gruppe komplett übernehmen will. Dombrovskis will nach Angaben des Blattes an diesem Donnerstag und Freitag in Berlin für die Brüsseler Ideen werben.

Konkretere Pläne zur Förderung grüner Anleihen und Investments will die Brüsseler Behörde in den kommenden Wochen vorlegen. Am Dienstag hatte Dombrovskis in Brüssel erklärt, es gebe im Kreis der EU-Finanzminister breite Zustimmung für mehr Nachhaltigkeit im Finanzsystem.

Im Gespräch ist nun unter anderem ein EU-Siegel für grüne Investmentfonds. Die EU will ihre Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent verglichen zu 1990 senken und so Zusagen aus dem Pariser-Klimaabkommen von 2015 umsetzen.

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