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Flugdrohne

21.07.2011

Euro Hawk ist in Manching gelandet

Der neue Euro Hawk.
Bild: Armin Weigel/dpa

Am Donnerstag ist die erste europäische Flugzeugdrohne in Manching (Landkreis Pfaffenhofen) gelandet. Die Luftwaffe hat insgesamt fünf dieser unbemannten Flugroboter bestellt.

Nach einem fast 10.000 Kilometer weiten Flug ist am Donnerstag ein unbemanntes Flugzeug auf dem Luftwaffenstützpunkt in Manching gelandet. Es habe sich um einen Prototypen gehandelt, dessen Typ die Bundeswehr nach erfolgreichen Tests anschaffen möchte, erklärte Offizier Peter Schnell.

Am Mittwoch war das Flugzeug mit dem Namen "Euro Hawk" von der amerikanischen Edwards Air Force Base in Kalifornien gestartet. Knapp 24 Stunden später landete das Aufklärungsflugzeug, das von der Größe her mit einer Boeing 737 vergleichbar ist, in Oberbayern. Der Flug verlief laut Schnell ohne Probleme. Mehrere Piloten in Deutschland und den USA überwachten den Flug vom Boden aus.

Unbemanntes Flugzeug Euro Hawk in Manching
8 Bilder
Der neue "Euro Hawk"
Bild: Armin Weigel/dpa

In Manching sollen nun Sensoren in das Aufklärungsflugzeug eingebaut werden. Diese Technik könne dann "Radarstrahlungen genauso erfassen wie Telefongespräche, Radio- oder Fernsehsendungen", sagte Schnell. Sofern die Tests positiv verlaufen, will die Bundeswehr weitere vier Drohnen anschaffen.

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Piloten oder Bordcrew gibt es in den flugzeugen nicht, die Drohnen werden vom Boden aus gesteuert - deswegen liegen sie voll im Trend bei Militärs auf dem gesamten Globus. Der europäische Konzern EADS - mit einem Sitz in Manching bei Ingolstadt - möchte in Zukunft auf dem Markt der unbemannten Luftfahrt mitmischen, der zurzeit hauptsächlich von amerikanischen Herstellern dominiert wird.

Der Euro Hawk ist die europäische Version des bekannten Global Hawk. Der Aufklärer - auch UAV, Unmanned Air Vehicle, genannt - wird vom amerikanischen Rüstungskonzern Northrop Grumman gebaut. Aus dieser Schmiede stammt auch der legendäre B-2-Tarnkappenbomber. Die Global-Hawk-Drohne machte sich im zweiten Golfkrieg und bei der Suche nach Taliban in Afghanistan einen Namen. AZ/dpa

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