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Augsburg

10.11.2017

Ex-Osram-Werk steht vor dem Aus: 650 Mitarbeiter sind betroffen

Wie geht es bei Ledvance weiter?
Bild: Ulrich Wagner

Das Ledvance-Werk in Augsburg soll nach Informationen unserer Redaktion geschlossen werden. Die Eigentümer wollen demnach Produktion, Lampenwerk und den Maschinenbau aufgeben.

Nach Informationen unserer Redaktion aus Industriekreisen wollen die chinesischen Eigentümer das früher zu Osram gehörende Augsburger Werk schließen. Das soll den rund 650 Beschäftigten am Montag in einer Mitarbeiterversammlung mitgeteilt werden. Wie es weiter heißt, wollen die Eigentümer aus Asien, die den klassischen Lampenbereich von Osram gekauft haben, in Augsburg Produktion, Lampenwerk und auch den Maschinenbau aufgeben. Ob sie an der Logistik festhalten, sei noch unklar.

In Augsburg werden unter dem neuen Namen Ledvance Leuchtstoffröhren hergestellt. Hier prüft die EU nach Informationen unserer Redaktion teilweise ein Verbot dieser Leuchtmittel. Das Brüsseler Vorhaben könnte bald öffentlich werden. Ledvance leidet massiv unter der rückläufigen Nachfrage nach klassischen Leuchtmitteln und dem Trend zu LEDs, also Leuchtdioden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.11.2017

Gibt es denn Montag tatsächlich eine Mitgliederversammlung? Weiß das jemand?

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11.11.2017

Vielleicht sollte die AZ mal genauer recherchieren. In Augsburg werden schon lange keine Energiesparlampen mehr produziert. Die Sparte wurde längst ausgelagert. Neben der klassischen Leuchtstoffröhre werden seit diesem Jahr auch Leuchtstoffröhren mit LED (ohne Quecksilber) produziert. Die AZ hat eigentlich darüber auch schon berichtet (schon vergessen?). Allerdings ist es in der Tat so, dass eben die klassischen Beleuchtungen stark rückläufig sind. Aber der Trend war schon seit Jahren absehbar und es wurde versäumt hier zu reagieren. Leider war zu OSRAM-Zeiten die Geschäftsführung zu behäbig.

Die LED-Leuchtstoffröhre ist wohl jetzt zu spät gekommen und vermutlich wird auch diese Fertigung irgendwo nach Asien verlagert. Ich selber arbeite nun fast seit 30 Jahren in der Firma und bezogen auf die Kommentare oben hat meier Meinung nach alles nichts mit den Bürokraten zu tun sondern schlicht und einfach mit der (ehemaligen) Geschäftsführung der Firma, die mit dem schnell wachsenden Markt überfordert waren oder schlicht einfach den Standort "sterben" lassen wollten. Ich finde das schade, aber das Leben geht weiter. Aber noch ist es nicht alles gesagt. Erst mal warten was den am Montag angekündigt wird.

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11.11.2017

Leider war zu OSRAM-Zeiten die Geschäftsführung zu behäbig und faul sich zu bewegen. Die Hälse waren wohl schon voll ^^

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Mitarbeiter und IGM sind dagegen immer sofort dabei, wenn Geschäftsmodelle neu ausgerichtet werden und übergangsweise nicht mehr die guten Erträge aus den alten Produkten anfallen? Nein!

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Die vielen Arbeitsplätze und die Bonuszahlungen der Verbrenner-Autoindustrie nimmt man mit, während Investoren ihr Geld bei Tesla mit Elektroautos verbrennen.

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Wo sind die Rufe der Gewerkschaften nach dem E-Auto? Die Akkuproduktion ist in Deutschland mit seinen hohen Strompreisen chancenlos, ein E-Motor im Gegensatz zum Diesel ein simples Teil mit weniger Beschäftigungswirkung.

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Soll man diese Beschäftigung aufrecht erhalten oder die Leute schon heute für neue Produkte feuern?

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Und dazu kommt noch die Globalisierung - grenzenlos für Ideen, Menschen und Produkten.

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Aber die Geschäftsführung war ja faul...

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11.11.2017

. . . und faul sich zu bewegen. Die Hälse waren wohl schon voll ^^ (???)

Die Zitierweise scheinen Sie vom Karl-Theodor vuzG übernommen zu haben.

Aber die Geschäftsführung war ja faul...

Einfach genial: Erst das Zitat in die gewünschte Richtung manipulieren und dann die eigene Fälschung kommentieren . . .

.

. . . während Investoren ihr Geld bei Tesla mit Elektroautos verbrennen.

Wo sind die Rufe der Gewerkschaften nach dem E-Auto?

Wirrer geht es kaum!

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12.11.2017

In gewisser Hinsicht haben Sie ja recht. Das Endergebnis besteht natürlich aus einer Summer von mehrere Variablen und kann nicht "nur" einzelnen in den Schuhen geschoben werden. Denoch gibt es Personen die das Steuer einer Firma nun mal in der Hand haben, dafür auch gut bezahlt wurden und etwas tun hätten können. Eine gute Geschäftsführung sollte durchaus mal in der Lage sein aus einem Unternehmen mit fähigen Arbeitern etwas zu machen. Stattdesen ist der Trend heutzutage sich eher dem Ungemütlichen zu entledigen, damit die weiße Weste keine Flecken bekommt, anstatt sich auch mal den A**** aufzureißen. Damals hatte man Herr Dr. Olaf Berlien als Retter von OSRAM beordert. Ein Mann mit "Sanierungserfahrung und guten Ruf" wurde gesagt. Ja er hat die Aktie von OSRAM und das Geschäft durchaus vorangebracht, aber er hat im Grunde auch nichts riskiert und ist den einfachen Weg gegangen.

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10.11.2017

In Augsburg werden unter dem neuen Namen Ledvance Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren hergestellt. Hier prüft die EU nach Informationen unserer Redaktion teilweise ein Verbot dieser Leuchtmittel.

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Wenn alle Menschen in Deutschland arbeitslos sind, haben Grüne und EU Bürokraten die Welt gerettet.

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10.11.2017

Wie sagte FJS damals über die Grünen "Chlorophyll-Marxisten" Hauptsache die Ideologie stimmt. Die haben damals der Agenda 2010/Hartz IV auch zugestimmt. Was kümmert die der deutsche Arbeitnehmer.

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10.11.2017

Geht es Ihnen gar nicht um die 650 Beschäftigten, sondern nur um Grünen Bashing?

Was haben denn die Grünen mit der Werksschließung zu tun?

"Was kümmert die der deutsche Arbeitnehmer."

Auf jeden Fall mehr als die Unionsparteien und FDP, oder lesen Sie nie was über die Standpunkte der möglichen Koalitionspartner?

Im Übrigen sind es die Unionsparteien, die Hartz IV jahrelang nicht aufbessern wollten, obwohl die wirtschaftliche Lage es längst zulassen würde. Außerdem nahmen die prekären Arbeitsverhältnisse massiv zu und das lag mit Sicherheit nicht an den Grünen.

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11.11.2017

Wie sagte FJS damals über die Grünen "Chlorophyll-Marxisten"

Wenn das der korrupteste Politiker Nachkriegsdeutschlands sagte, der in Wackersorf "seine Bayern" mit Gasgranaten bombardieren ließ, war es ein großes Kompliment.

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Wenn alle Menschen in Deutschland arbeitslos sind, haben Grüne und EU Bürokraten die Welt gerettet.

Sie sollten mal über eine Parteineugründung nachdenken. Derartiger Blödsinn ist m. W. mit keinem bekannten Parteiprogramm in Einklang zu bringen. Eine große humoristische - um nicht zu sagen infantile - Komponente kann Ihren Beiträgen jedoch nicht abgesprochen werden.

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10.11.2017

Benutzen Sie noch Laternen mit einer Kerze? Bei Ihrer negativen Einstellung zum Fortschritt könnte dies glattwegs möglich sein.

Energiesparlampen mit Quecksilber sind längst am Auslaufen. Es ist eh an der Zeit diese Lampen zu verbieten, wie es die EU vor hat. Außerdem soll der Standort für die Produktion von LEDs nicht geeignet sein und der Absatz von veralteten Lampen ging zurück.

"Wenn alle Menschen in Deutschland arbeitslos sind, haben Grüne und EU Bürokraten die Welt gerettet."

Kann es sein, dass Ihre Grünen-Phobie nicht mehr aufzuhalten ist?

Weder die Grünen noch die EU können was dafür, dass der Absatz von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen einbricht.

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11.11.2017

Wie lange ist es her, dass man uns die gute alte Glühbirne verboten hat, für die ach so umweltfreundlichen Energiesparlampen, die jetzt von der EU verboten werden sollen? Tz.

Und warum ist der Standort in Augsburg für LEDs nicht geeignet während OSRAM in Schwabmünchen munter und erfolgreich solche produzieren kann?

Also ihre letzte Schlussfolgerung ist so nicht ganz richtig: Wenn angekündigt wird, dass ein Prdukt verboten werden soll, dann hat das natürlich schon noch mal ganz andere Auswirkungen auf eine unternehmerische Entscheidugn als ein Einbruch beim Absatz.

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11.11.2017

Zur Ergänzung - ein AZ Artikel aus 2011:

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http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Damit-Osram-weiter-leuchtet-id16013351.html

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Roberto Armellini von der IG Metall drückt es drastischer aus: „Wir wissen, dass die Lampen irgendwann nicht mehr so gefragt sein werden, dass wir am Standort mehr als 1000 Menschen beschäftigen können. Wenn keine neue Technologie kommt, wird er ausbluten.“

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Es hat immerhin bis 2017 gereicht...

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Dafür wurden Fertigungen anderer Produkte, wie die Dulux-Lampen verschiedener Generationen, in Augsburg aufgebaut.

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Das EU Glülampenverbot hat diesen kuriosen technologischen Zwischenschritt der Kompakt-Leuchtsofflampen erzwunden. Ohne diesen politischen Eingriff wäre es vsl. wie in vielen Teilen der Welt direkt von der Glühlampe zur LED gegangen.

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„Außerdem haben wir einen Qualitätsvorsprung“, sagt Betriebsrat Sattler.

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Das hörte sich in 2011 sehr selbstsicher an.

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In etwa fünf bis zehn Jahren, so glauben Experten, wird die LED-Technologie die herkömmlichen Lampenprodukte abgelöst haben.

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Es waren wohl nur 4 bis 5 Jahre.

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11.11.2017

Sie haben ja recht, denn es ist lästig stets auf dem aktuellen Stand zu sein. Die Umstellung auf Energiesparlampen hat sich wirklich kaum gelohnt. Das hätte man sich sparen können, wenn man die positive Entwicklung der LED`s früher geahnt hätte.

Aber es lohnt sich, selbst wenn von Glühlampe auf Energiessparlampe und anschließend auf LED umgestellt wird.

https://www.stromverbrauchinfo.de/led-lampen.php

"Und warum ist der Standort in Augsburg für LEDs nicht geeignet während OSRAM in Schwabmünchen munter und erfolgreich solche produzieren kann?"

Das müssen Sie schon die Geschäftsführung von Osram fragen.

"Also ihre letzte Schlussfolgerung ist so nicht ganz richtig"

Was bringt es denn wenn fleißig weiter produziert wird, aber das Zeug nicht verkauft werden kann. Ein Verbot der EU ist in diesem Fall nur Nebensache.

Es liegt anscheinend doch an der ehemaligen Geschäftsführung, siehe auch Beitrag von Jürgen Wolf.

Das Schlamassel auf die EU und die Grünen abzuschieben liegt wohl nur an der Phobie von Peter P.

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11.11.2017

Wie lange ist es her, dass man uns die gute alte Glühbirne verboten hat,

Es war auch höchste Zeit, diese Elektroheizung mit absichtlich verkürzter Lebensdauer vom Markt zu nehmen . . . Die Alternative Energiesparlampe war allerdings auch Mist . . .

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11.11.2017

Weder die Grünen noch die EU können was dafür, dass der Absatz von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen einbricht.

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Die flächendeckenden Anträge von grünen Kommunalpolitikern zur Umstellung der Straßenbeleuchtung gab es also gar nicht?

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http://gruene-grefrath.de/2016/12/12/umruestung-der-strassenbeleuchtung-auf-led-bis-ende-2017/

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Auch hier die Frage nach Technologieoffenheit, der Geschwindigkeit der Umsetzung und der Abwägung der Arbeitsplatzsicherung. Das ist wie aktuell beim Auto.

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11.11.2017

Dass der Einfluss der Grünen aus Grefrath/NRW bis ins Augsburger OSRAM-Werk reicht ist allerdings bedenklich.

Noch verwunderlicher ist aber, dass Sie ausgerechnet von den Grünen einen bremsenden Einfluss auf ökologisch absolut vernünftige technische Entwicklungen und ihre Umsetzung erwarten.

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11.11.2017

Diese Anträge findet man bundesweit.

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Und die Frage ist nicht, wie man ein neues Wohn- oder Gewerbegebiet beleuchtet, sondern wie schnell man eine Umstellung der bestehenden funktionsfähigen Straßenbeleuchtung vorantreibt.

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11.11.2017

Diese Anträge findet man bundesweit.

Na und? Warum soll im öffentlichen Raum unvernünftig sein, was sich im privaten Bereich schnell rentiert und deshalb millionenfach stattfindet?

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11.11.2017

"Die flächendeckenden Anträge von grünen Kommunalpolitikern zur Umstellung der Straßenbeleuchtung gab es also gar nicht?"

Was wollen Sie damit eigentlich sagen, denn dies hat mit der eventuellen Werksschließung doch nichts zu tun?

Soll das nun als wirres Zeug verstanden werden? So langsam könnten Sie doch mit realistischen Fakten kommen, anstatt irgendwas an den Haaren herbeizuziehen. Sie drehen sich mächtig im Kreis, wenn Sie das Pferd von hinten aufzäumen. Die Umstellung von Straßenlaternen auf LED`s ist doch längst überfällig.

"Auch hier die Frage nach Technologieoffenheit, der Geschwindigkeit der Umsetzung und der Abwägung der Arbeitsplatzsicherung. Das ist wie aktuell beim Auto."

Die Geschwindigkeit der Umsetzung ist entscheidend, sonst verliert man Arbeitsplätze anstatt neue zu gewinnen.

Das sehen Sie doch deutlich genug an der eventuellen Schließung des ursprünglichen Osram Werkes in Augsburg.

Auch unsere Autoindustrie hat so manches verschlafen und versucht sich nun mit Betrug übers Wasser zu halten.

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