Newsticker

Bund schlägt Ausschankverbot für Alkohol und Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Flaute im Gastgewerbe hält an

17.06.2009

Flaute im Gastgewerbe hält an

Flaute im Gastgewerbe hält an
Bild: DPA

Wiesbaden (dpa) - Die Flaute im deutschen Gastgewerbe hält an. Nach den schlechtesten Quartalszahlen seit 2003 hat auch der April keine Erholung gebracht, wie die am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen belegen.

Der Umsatz der Kneipen, Restaurants und Herbergen lag demnach im April um 4,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum März 2009 gab es einen Rückgang um 1,2 Prozent. Zu unveränderten Preisen hätte das Minus im Jahresvergleich sogar 7,0 Prozent betragen.

Besonders stark haben die Beherbergungsbetriebe (minus 11,4 Prozent nominal) und die Caterer (minus 8,5 Prozent nominal) verloren. Die Gaststätten büßten in der Jahresfrist hingegen nur 0,5 Prozent des Umsatzes ein.

"Die Krise hat uns voll erfasst", erklärte eine Sprecherin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) in Berlin. Besonders zu leiden hätten alle Betriebe, die bislang in erster Linie von Geschäftsreisen und Firmenveranstaltungen lebten. Die Unternehmen sparten an allen Ecken und Enden und hätten die Reisebudgets zusammengestrichen. Dies treffe vor allem die großstädtischen Business-Hotels, die zudem über Ostern, das in diesem Jahr im April lag, weniger Gäste zählten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im April sei die Auslastung der Hotels in Deutschland einer Studie zufolge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,9 Prozent zurückgegangen. Der durchschnittliche Zimmerpreis sei um 16,8 Prozent gesunken, berichtete die DEHOGA. Besonders stark seien die Stadt Frankfurt und ihr Umland getroffen, wo etwa 30 Prozent weniger Betten belegt worden seien als im April 2008. Ähnliche Rückgänge gab es auch in Düsseldorf, Stuttgart und Nürnberg sowie am Münchener Flughafen, nicht aber in der Hauptstadt Berlin.

Vergleichsweise stabil sei hingegen der private Konsum, wie die Zahlen der Gaststätten belegten, sagte die Sprecherin. Die Betriebe blickten mit großen Sorgen auf die kommenden Monate. Eine Besserung sei nicht in Sicht.

Hoffnungen setzt die Branche auf den Inlandstourismus, der möglicherweise wegen der Wirtschaftskrise zulegt. Ansonsten seien die Betriebe aufgerufen, mit attraktiven Angeboten um die Kunden zu kämpfen. Erneut verlangte der Verband, der 100 000 Arbeitsplätze in Gefahr sieht, für seine Betriebe einen abgesenkten Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren