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Flug-Chaos droht
21.06.2019

Gewerkschaft kündigt Lufthansa-Streiks in den Ferien an

Streikende Flugbegleiter von Eurowings und Germanwings im Herbst 2016.
Foto: Oliver Berg, dpa (Archivbild)

Die Gewerkschaft Ufo kündigte kürzlich an, die Lufthansa und ihre Tochter-Gesellschaften in den Ferienzeiten bestreiken zu wollen.

Bereits im vergangenen Jahr haben anhaltende Streiks bei der Lufthansa in Ferienzeiten für Chaos gesorgt. Wie die Gewerkschaft der Flugbegleiter Ufo nun mitteilteilte, werde es auch dieses Jahr bei der Lufthansa und ihren Tochter-Gesellschaften Germanwings und Eurowings Streiks geben.

Ufo kündigte an, dass der Arbeitskampf zunächst bei den Lufthansa-Töchtern Eurowings und Germanwings zu spüren sein wird. Dort würde es so schnell wie möglich Urabstimmungen geben, bei der Lufthansa selbst würde sich dies jedoch um einige Zeit verzögern. "Am Ende dieser Urabstimmungen werden wir konkret verkünden, wann, wo und wie lange Arbeitskämpfe stattfinden werden", teilte Daniel Flohr, der stellvertretende Ufo-Vorsitzende in Frankfurt mit.

Lufthansa hält Streik für unbegründet

Die Lufthansa selbst sieht derzeit jedoch keine Gründe für einen Streik: "Einen Streik kann es nicht geben, da es derzeit weder offene Tarifverträge noch konkrete Forderungen gibt." Bereits seit Monaten liegen Lufthansa und Gewerkschaft im Clinch: Ufo hatte die Tarifverträge mit der Lufthansa im März , was jedoch von der Fluggesellschaft nicht anerkannt wurde.

"Wir stehen zur Tarifpartnerschaft", teilte die Lufthansa weiter mit. "Hierzu brauchen wir einen zuverlässigen Tarifpartner, um gemeinsam Lösungen im Sinne der Mitarbeiter und des Unternehmens zu erarbeiten. Derzeit ist für uns nicht erkennbar, wann und wie Ufo ihrer Rolle als berechenbarer, konstruktiver Tarifpartner wieder gerecht werden kann. Daher finden aktuell keine Gespräche statt."

Tarifverträge für Lufthansa-Tochter Eurowings liegen vor

Insbesondere die Situation der Tochter Eurowings sei für Ufo äußerst ungewönlich. Hier lägen nach Angaben der Gewerkschaft bereits neue vor. "Wir werden in der absurden Situation sein, dass wir für fertige Tarifergebnisse, die nicht mal mehr verhandelt werden müssten, auf die Straße gehen", sagte Flohr. "Das ist, zumindest mal nach meiner Erinnerung, einmalig in dieser Republik, allerdings ist es der einzige Weg, den wir zu diesem Zeitpunkt noch sehen." Laut Eurowings sei man mit Ufo bei zwei Tarifverträgen bereits in "fortgeschrittenen Verhandlungen" gewesen. (dpa)

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