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Luftfahrt

14.07.2018

Deutsche Flughäfen haben Air-Berlin-Pleite noch nicht verkraftet

Deutsche Flughäfen leiden noch immer unter der Pleite von Air Berlin. Vor allem kleiner Standorte sind betroffen.
Bild: Marcel Kusch, dpa (Symbolbild)

Seit Oktober vergangenen Jahres fliegt Air Berlin nicht mehr. Deutsche Flughäfen spüren die Folgen der Konsolidierung bei den Fluggesellschaften noch immer.

Die Pleite der Air Berlin hat Lücken im deutschen Flugplan hinterlassen. Die Flughäfen haben im ersten Halbjahr 2018 vor allem auf innerdeutschen Verbindungen weniger Passagiere gezählt, wie der Flughafenverband ADV der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Vor allem der stark gewachsene Europaverkehr hat aber dafür gesorgt, dass unter dem Strich doch noch mehr Menschen an den deutschen Flughäfen abgefertigt wurden. 

Geringer innerdeutscher Verkehr bremst das Gesamtwachstum

Im Juni nutzten laut ADV 22,44 Millionen Passagiere die Flughäfen, ein leichtes Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei setzte sich der bis Mai festgestellte Trend fort, dass der rückläufige innerdeutsche Verkehr das Gesamtwachstum bremst. Für das Halbjahr nannte der Verband nun ein Minus von 5 Prozent bei den Passagieren im innerdeutschen Verkehr. "Die deutschen Flughäfen spüren nach wie vor die Folgen der umfassenden Konsolidierungsmaßnahmen bei den Fluggesellschaften, insbesondere durch den Wegfall einer Air Berlin", erläuterte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Vor allem kleinere Flughäfen leiden unter der Pleite

Nach Pleite und Einstellung der Air Berlin im Herbst 2017 hatten die Lufthansa-Tochter Eurowings und die britische Easyjet nach und nach innerdeutsche Ersatzverbindungen angeboten. Vor allem an kleineren Flughäfen wie Erfurt (-49,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat), Karlsruhe (-73,1 Prozent) oder Nürnberg (-29,3 Prozent) fehlten im Juni wegen des verkleinerten Angebots noch innerdeutsche Passagiere, aber auch Berlin und Düsseldorf haben das Aus der Air Berlin noch nicht wieder aufgeholt.

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Die monatlichen Wachstumsquoten bei den Passagierzahlen fallen in der Gesamtsicht deutlich geringer aus als im Vorjahr. Für das erste Halbjahr soll die Gesamtzahl für sämtliche deutschen Flughäfen erst im August vorliegen. Aus vorläufigen Berechnungen ergibt sich ein Passagierplus von 2,3 Prozent auf knapp 110 Millionen Passagiere. Dazu hat besonders der größte Flughafen in Frankfurt beigetragen, der für Juni mit dem lokalen Ferienbeginn ein Passagierplus von 9,8 Prozent vorweist.

(dpa)

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