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Google Street View: Google muss Bußgeld zahlen

Google Street View

Google muss Bußgeld zahlen

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    Virtueller Spaziergang durch Paris: In der Galerie von Google Maps können Nutzer per Street View verschiedene Sehenswürdigkeiten bewundern.
    Virtueller Spaziergang durch Paris: In der Galerie von Google Maps können Nutzer per Street View verschiedene Sehenswürdigkeiten bewundern. Foto: Googlen dpa

    Die US-Telekommunikationsbehörde  FCC hat ihre Untersuchung gegen den Internetriesen Google wegen des Abgreifens privater Internetdaten eingestellt. Der Konzern müsse lediglich ein Bußgeld in Höhe von 25.000 Euro wegen Behinderns der Ermittlungen zahlen, teilte die FCC bereits am Freitag mit. Das Bußgeld wird dem Unternehmen, das Geldreserven von 50 Milliarden Dollar besitzt, wohl wenig beeindrucken.

    Street View schnitt "versehentlich" WLAN-Daten mit

    Google hatte bei den Aufnahmefahrten für seinen Straßenfoto-Dienst Street View  - nach eigenen Angaben versehentlich - den Datenverkehr ungeschützter drahtloser Netzwerke mitgeschnitten. In diesen WLAN-Daten waren unter anderem E-Mails, Internetadressen und sogar Passwörter zu finden.

    Google zeichnete bei den Fahrten seiner Street-View-Autos Namen und Standorte von WLAN-Netzwerken auf. Dies ermöglicht etwa  Smartphones, auch dann ihren Standort zu bestimmen, wenn sie kein GPS-Satellitensignal haben. Dass dabei auch Daten aus nicht verschlüsselten Netzwerken aufgezeichnet wurden, sei ein Fehler, erklärte Google 2010.

    Die Ermittlungen der FCC liefen bereits seit 2010, nachdem die Panne durch Nachfragen deutscher Datenschützer bekanntgeworden war. Am Ende entlastete die Telekom-Behörde Google - weil es in den USA keinen Präzedenzfall gebe, den entsprechenden Artikel zum Abhörverbot auf WLAN anzuwenden. Zugleich betonte die FCC, dass wichtige Fragen offen geblieben seien, weil ein Google-Mitarbeiter die Aussage verweigert habe. Der Entwickler der Software-Teils, der die WLAN-Informationen mitgeschnitten hatte, machte von seinem Recht Gebrauch, sich nicht selbst zu belasten.

    Keine Gesetzesverstöße nachweisbar

    Die FCC erklärte nun, sie könne Google keine Gesetzesverstöße nachweisen. Der Konzern habe die Untersuchung aber behindert und verzögert, da er nicht auf Anfragen der Behörde geantwortet habe. "Trotz der Position als weltweiter Marktführer bei Suchtechnologie  hat Google sich darauf berufen, dass das Durchsuchen der E-Mails  seiner Angestellten eine 'zeitaufwändige und beschwerliche Aufgabe' sei", erklärte die FCC. dpa/afp

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