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Augsburg

08.02.2019

Großauftrag für Airbus A380 storniert: Was heißt das für Premium Aerotec?

Die australische Airline Qantas will doch keinen A380 mehr kaufen, das könnte Premium Aerotec in Augsburg treffen.
Bild: Matthews, dpa (Archiv)

Plus Die australische Fluglinie Qantas hat den Auftrag für acht A380 storniert. Auch andere denken darüber nach. Geht Premium Aerotec dann die Arbeit aus?

Die australische Fluggesellschaft Qantas hat offenbar einen Auftrag von acht A380-Maschinen bei Airbus storniert. Der Riesenflieger war mal das Vorzeige-Projekt des europäischen Flugzeugbauers. Doch inzwischen ist er das Sorgenkind. Immer weniger Fluggesellschaften sind an dem Flugzeug interessiert. Schon im vergangenen Jahr hat die Firma deshalb angekündigt, die Produktion herunterzufahren. Nur noch sechs Maschinen verlassen ab 2020 die Werke. In diesem Jahr sollen es noch acht sein. Auf Nachfrage sagt ein Airbus-Sprecher, dass der Auftragsbestand momentan bei 79 A380 liegt.

Qantas, Emirates und Qatar Airways überdenken Aufträge für A380

Der Auftrag aus Australien stand wohl schon länger auf wackeligen Beinen. Doch auch andere Airlines wie Emirates aus Dubai und wohl auch Qatar Airways denken offenbar darüber nach, ihre Bestellungen zu stornieren. Oder sie in andere Aufträge – etwa für den Bau für die kleineren A350-Maschinen – umzuwandeln.

Dass die australische Fluggesellschaft Qantas nun keinen A380 mehr haben will, könnte sich auch auf die Airbus-Tochter Premium Aerotec und ihr Werk in Augsburg auswirken. Denn dort fertigen die Mitarbeiter Teile für den Riesenflieger. Airbus will zwar nichts zu den Konsequenzen für einzelne Werke sagen und auch Premium Aerotec hält sich bedeckt.

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Langfristig braucht Premium Aerotec neue Aufträge

Allerdings ist aus gut informierten Kreisen zu erfahren, dass jede Änderung bei den Bestellungen sich über kurz oder lang auch auf die Tochterfirmen auswirken werden. Kurzfristig sei die Beschäftigung zwar gesichert, weil die Produktionsrate schon gesenkt wurde. Kommen langfristig aber keine Aufträge mehr nach, könnten die Beschäftigten in Augsburg doch Probleme bekommen. In diesem Zusammenhang fällt auch wieder die Zahl von 400 bis 500 Stellen in der Stammbelegschaft, die gestrichen werden müssten, wenn es Premium Aerotec nicht gelingt, neue Bestellungen einzuholen.

Etwas optimistischer nimmt Michael Leppek, Chef der schwäbischen IG Metall die Nachricht auf. „Der A380 wurde schon häufiger totgesagt und am Ende wollte ihn doch immer wieder jemand haben“, sagt er. Manche Airlines seien außerdem dafür bekannt, Bedenken über Aufträge öffentlich zu machen, um die Preise zu senken.

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