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Aldi, Lidl und Co.

29.01.2018

Händler wollen Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse reduzieren

Mehrere Lebensmittelhändler testen, welche Obst- und Gemüsesorten sie offen angebieten können.
Bild: Kay Nietfeld (dpa)

Erst verschwanden die Plastiktüten aus den meisten Supermärkten, jetzt geht es bei vielen Händlern auch den Kunststoffverpackungen bei Obst und Gemüse an den Kragen.

Die großen deutschen Lebensmittelhändler wie Aldi Lidl, Edeka und Rewe bemühen sich zunehmend, den Verpackungsmüll aus Kunststoff zu reduzieren, wie sie am Freitag auf Anfrage mitteilten. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Aldi betonte, generelles Ziel sei es, "den Anteil unverpackter Obst und Gemüseartikel sukzessive zu erhöhen, um einen Beitrag zur Reduktion von Verpackungsmaterial zu leisten". Aldi wies darauf hin, dass das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren die Gesamtmenge an Verkaufsverpackungen insgesamt um acht Prozent reduziert habe - und das bei steigenden Umsatzzahlen.

Aktuell werde getestet, ob weitere Obst- und Gemüsesorten offen angeboten werden könnten. Ab dem zweiten Quartal dieses Jahres will der Discounter außerdem bei Bio-Tomaten Graspapier- und Zuckerrohrschalen als Verpackungsalternativen testen.

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Händler wie Aldi und Lidl wollen Plastikverpackungen reduzieren

Auch Lidl betonte: "Wir suchen ständig nach neuen Möglichkeiten, den Einsatz von Verpackungsmaterial zu reduzieren." So biete das Unternehmen immer mehr unverpacktes Obst und Gemüse an. Außerdem teste Lidl seit über einem halben Jahr Zellulosenetze aus zertifiziertem Buchenholz für Bio-Kartoffeln und Bio-Zwiebeln, sowie eine gartenkompostierbare Folie auf Zellulose-Basis für Bio-Tomaten und Bio-Paprika.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka betonte auf dpa-Anfrage, die Reduzierung von Verpackungen sei ein Schwerpunktthema bei den Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens. Der Anteil ökologisch vorteilhafterer Verpackungen werde "kontinuierlich erhöht".

Auch Rewe hat bereits verschiedene Initiativen zur Plastikvermeidung gestartet. So werden seit Oktober vergangenen Jahres Bananen nur noch unverpackt verkauft. Außerdem testete das Unternehmen die Kennzeichnung von Bio-Avocados und Bio-Süßkartoffeln mit Laser-Logos, um unnötige Verpackungen zu vermeiden. (dpa)

Bericht der Wirtschaftswoche

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