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Organisation

28.10.2017

Handwerk spricht nun vereint

Eine der Gewinnerinnen aus der Region: die Kfz-Mechatronikerin Stefanie Schwedow.
Bild: HWK Schwaben

Vor einem Jahr gab es bei der Wahl zum Präsidenten des Bayerischen Handwerkstags ein paar Turbulenzen. Warum sich das nun beruhigt hat

Als vor einem Jahr – für ein Jahr – der Präsident des Bayerischen Handwerkstags gewählt wurde, gab es ein paar Turbulenzen. Einige Präsidenten der Handwerkskammern in den Regierungsbezirken, unter ihnen Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, dachten darüber nach, ob der Präsident des Bayerischen Handwerkstages immer aus München kommen müsse. Zum Verständnis: Der Bayerische Handwerkstag ist die Dachorganisation der bayerischen Handwerkskammern und damit ihre Stimme gegenüber der Politik. Und die, so die Überlegung, sollte nicht nur aus München tönen. Dann wurde doch Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, gewählt, und Rauch sagte unserer Zeitung: Er werde den Oberbayern genau beobachten, ob er die Interessen des schwäbischen Handwerks vertrete.

Nun – ein Jahr später – ist gestern der Präsident des Bayerischen Handwerkstages neu gewählt worden, diesmal regulär für drei Jahre. Ergebnis: Franz Xaver Peteranderl bleibt im Amt. Turbulenzen gab es keine. Was hat sich geändert? Im vergangenen Jahr, sagt Rauch, habe sich nicht nur herausgestellt, dass Peteranderl auch für die Interessen der schwäbischen Handwerker einstehe. Vielmehr habe sich die gesamte Kommunikation zwischen den Kammern verbessert. „Wir sprechen mehr miteinander, schauen, was wir voneinander lernen können“, sagt der schwäbische Handwerkspräsident. Das hat dazu geführt, „dass wir mehr als Ganzes auftreten und mit einer vereinten Stimme sprechen“, sagt er.

Die Kammern wählten gestern nicht nur einen Präsidenten, sie zeichneten in Augsburg auch die besten bayerischen Gesellen aus. Beim Leistungswettbewerb wird ein Gesellenstück oder eine abgelegte Arbeitsprobe beurteilt. Unter den 100 Landessiegern waren auch welche aus der Region:

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Alicia Hartmann, Augenoptikerin aus Rettenbach

Anna Rauch, Automobilkauffrau aus Marktoberdorf

Cedric Schwindig, Bodenleger aus Nördlingen

Jennifer Haselbauer, Fachverkäuferin aus Illertissen

Cornelia Merkl, Fahrzeuglackiererin aus Füssen

Desiree Hutter, Fotografin aus Gundremmingen

Alisa Hohl, Keramikerin aus Scheidegg

Stefanie Schwedow, Kfz-Mechatronikerin aus Krumbach

Matthias Schmid, Mechatroniker für Kältetechnik aus Oberreute

Josef Mair, Nutzfahrzeugebauer aus Rain

Tomas Katilius, Orgel- und Harmoniumbauer aus Lenting

Felix Jürgens, Orthopädieschuhmacher aus Westendorf

Florian Keppel, Schornsteinfeger aus Mering

Tassilo Pöllath, Steinbildhauer aus Buchloe

Florian Höck, Stuckateur aus Augsburg

Marvin Geiger, Systemelektroniker aus Augsburg

Alexander Weng, Zimmerer aus Deiningen

Jakob Kasper, Zweiradmechaniker aus Augsburg

Carolin Geiger, Bäckerin aus Peiting

Maximilian Nützel, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker aus Unterdießen

Silas Steffen, Technischer Modellbauer aus Pürgen

, Oberflächenbeschichter aus Karlskron

Retzer, Ofen- und Luftheizungsbauer aus Rennertshofen.

Zu welcher Kammer ein Sieger zählt, entscheidet der Betriebssitz.

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