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Foodwatch

28.06.2017

Hygienemängel: Ihle gesteht Fehler in der Vergangenheit ein

Neueröffnung der Bäckerei Ihle in Höchstädt am 25. Oktober 2016
Bild: Bianca Herker

Bäckerei-Chef Willi-Peter Ihle entschuldigt sich nach Vorwürfen wegen Hygienemängeln. Zuletzt gab es kaum noch Probleme.

Die Kontrolleure der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Aichach-Friedberg sind häufig zu Besuch bei der Landbäckerei Ihle in Friedberg. Das ist ihr Job. Was sie dort in den Jahren 2013 bis 2015 fanden, war nicht immer eine saubere Sache.

Sie fanden Schimmel, entdeckten tote Schaben und einmal Mäusekot. Im Januar 2015 verhängten sie zwei Bußgelder in Gesamthöhe von 15000 Euro. Ein gravierender Fall von Hygienemangel wurde 2013 in einem Gourmet-Brot einer Ihle-Filiale in Wolfratshausen entdeckt. Im Brot steckte ein 20 Zentimeter langer Plastikstreifen.

Foodwatch deckte Mängel auf

Veröffentlicht hat diese Fälle die Verbraucher-Organisation Foodwatch. Sie überprüfte 69 Kontrollberichte bayerischer Lebensmittelbehörden in acht Großbäckereien. Darunter Bachmeier in Eggenfelden, Der Beck in Erlangen - und eben Ihle in Friedberg.

Das Familienunternehmen räumte Dienstagabend ein: „Es hat in der Vergangenheit Fehler bei uns gegeben. Ich möchte mich dafür bei unseren Kunden entschuldigen“, sagte Geschäftsführer Willi-Peter Ihle dieser Zeitung.

Willi-Peter Ihle
Bild: Ulrich Wagner

Der Unternehmer legte aber Wert auf die Feststellung, es habe niemals eine Rückrufaktion für die Backwaren des Unternehmens gegeben. Diese werden bei systematischen Fehlern notwendig. Ihle: „Bei den Beanstandungen handelte es sich um ärgerliche Einzelfälle. Selbstverständlich bedaure ich diese sehr und nehme jede einzelne Reklamation sehr ernst.“

So sei der Plastikstreifen durch den angelieferten Rohstoff Ölsaat in das Gourmetbrot gelangt. Mäusekot, tote Schaben und Schimmel seien zwar gefunden worden. „Die Funde gab es aber nur in Sekundärbereichen wie Wareneingang. Die Backwaren sind damit nicht in Kontakt geraten. Zu keinem Zeitpunkt sind Produkte ausgeliefert worden, die gesundheitsgefährdend waren“, unterstrich Ihle.

Ihle reagiert mit umfassendem Reformpaket

Die Großbäckerei hat nach den aufgezeigten Hygiene-Mängeln in Friedberg mit einem umfassenden Reformpaket reagiert. Die älteren Produktionshallen wurden nach Aussage von Ihle saniert. Insgesamt investierte das Unternehmen 4,4 Millionen Euro in die Produktion und verdoppelte fast das Reinígungspersonal von 25 Planstellen auf 44 Mitarbeiter.

Die Folge: Seit dem Jahr 2016 gab es bei den Kontrollen des Landratsamtes laut Ihle „nur noch geringfügige oder keine Mängel“ in der Produktion. Ihle: „Wir haben einen Reformprozess durchlaufen. Wir tun alles, um die Prozess-Hygiene auf diesem hohen Niveau zu halten.“

Die Bäckerei Ihle betreibt 258 Filialen im Großraum Augsburg und München. Für das Unternehmen sind über 2500 Mitarbeiter tätig. Neben dem Standort Friedberg produziert Ihle seit 2010 in einem neu gebauten Backwerk in Gersthofen.

Probleme bei Großbäckereien wurden erstmals durch den Skandal bei Müller-Brot 2012 bekannt. Infolge schwerwiegender Hygiene-Mängel musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.06.2017

Wer braucht diese Backkonzerne?

Sind wir nicht selbst schuld an dem Aussterben ehrlicher kleiner Bäckereien, die diesen Namen noch verdienen? Haben nicht wir diese zum aufgeben gezwungen, nur weil die Semmel im Supermarkt ind in diesen "Backrohlingveredelungsbetrieben" 10 Cent billiger ist? Müssen wir nicht aus eigenem Verschulden jetzt mangels Alternativen den Dreck dieser Firmen kaufen?

Ein paar vernünftige Betriebe gäbe es noch.

Das ist jetzt unsere letzte Chance.

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28.06.2017

Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Die aufgedeckten "Hygienemängel" befriedigen ja ein völlig hysterisches Verhalten, das nur auf einem Wunschbild der perfekten Welt aus dem rosafarbenen Fernsehprogramm fußt. Die aufgeführten "Mängel" sind ja geradezu lachhaft. Unsere Vorfahren wären vermutlich ausgestorben, wenn sie in einer rosarot-sterilen Lebensumgebung aufgewachsen wären, wie sie hier gefordert wird.

Derjenige, der noch nie Silberfischchen im eigenen Keller gefunden hat oder der noch nie in seiner Küche gekocht hat, ohne vorher Arbeitsflächen, Böden und Wände zu desinfizieren, der werfe den ersten Stein.

Vielleicht macht sich mal der eine oder andere Beteiligte Gedanken, was eine Organisation wie "Foodwatch" überhaupt für langfristige Ziele hat und inwiefern diese mit unserer Lebenswirklichkeit einer stark bevölkerten Kulturlandschaft vereinbar sind.

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28.06.2017

Rätselhaft wie Sie zu dieser Bemerkung kommen:

"Die aufgeführten "Mängel" sind ja geradezu lachhaft."

Warum widerlegen Sie denn nachweislich vorliegende Berichte, die letzlich von der Lebensmittelüberwachung erstellt wurden und nicht von Foodwatch. Dabei handelt es nicht sterile Arbeitsfläche sondern um schwerwiegende Hygienemängel. Die Strafen dafür wurden gewiss nicht wegen hysterischem Verhalten ausgestellt.

Foodwatch entlarvt die verbraucherfeindlichen Praktiken der Lebensmittelindustrie und kämpft für das Recht auf gute, gesunde und ehrliche Lebensmittel.

Foodwatch hat lediglich die Berichte der Lebensmittelprüfer an die Öffentlichkeit gebracht, da die bayerische Staatsregierung diese Hygienemängel vor der Öffentlichkeit verheimlichte.

Ich sehe nur, dass foodwatch die Interessen der Bürger vertritt, wer sollte es denn sonst tun?

"...was eine Organisation wie "Foodwatch" überhaupt für langfristige Ziele hat..."

Na dann erzählen Sie doch mal!

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30.06.2017

Jaja, Foodwatch vertritt die Interessen der Bürger.

Dann halten Sie Peta vermutlich auch für einen Tierschutzverein.


Ideologen vertreten nur selten die Interessen der Allgemeinheit.

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30.06.2017

Was soll das? Foodwatch predigt keine Ideologien. Sondern nennt "schmutzige" Fakten und zwar solche, die uns die Ideologen der sog. "freien Marktwirtschaft" in der Staatsregierung vorenthalten. Wessen Interessen werden da wohl vertreten?

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30.06.2017

Ich zitiere aus einem Arbeitspapier des Foodwatch-Gründers Bode: "Diese Organisation erhebt [...] nicht den Anspruch, alle Verbraucher zu repräsentieren, sondern sie tritt nur für bestimmte, klar definierte Interessen der Verbraucher ein und will den Teil, eine Minderheit, organisieren, der sich damit eindeutig identifiziert."

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30.06.2017

"foodwatch entlarvt die verbraucherfeindlichen Praktiken der Lebensmittelindustrie und kämpft für das Recht auf gute, gesunde und ehrliche Lebensmittel."

Was ist daran zu kritisieren? Der staatliche Verbraucherschutz funktioniert, wie in Bayern immer wieder bewiesen, nicht.

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30.06.2017

Foodwatch vertritt die Interessen der Bürger, wer denn sonst?

"Dann halten Sie Peta vermutlich auch für einen Tierschutzverein"

Dieser Satz ist wohl oder übel überflüssig wie ein Kropf.

Es handelt sich um Hygienemängel in Bäckerei Großbetrieben. Foodwatch hat es lediglich veröffentlicht, weil die bayerische Staatsregierung wohl aus wirtschaftlichen Gründen damit überfordert war.

Es ist doch längst nachgewiesen, dass minimale Strafen die Großbetriebe nicht zu mehr Hygiene bewegen. Aber eine Veröffentlichung von Berichten der Lebensmittelüberwachung hat den notwendigen Effekt, wie schon viele andere Länder nachweisen können.

Weniger Hygiene dient logischerweise zur Gewinnoptimierung. Leider trifft das nicht nur in Großbetrieben zu, sondern auch in anderen Bereichen.

Zu den Zielen von Foodwatch konnten Sie auf meine Frage leider nichts beitragen.

Es ist vieles falsch gelaufen, aber was Foodwatch falsch gemacht hat, können Sie mir sicher verraten.

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30.06.2017

Und noch ein Zitat von Herrn Bode: "Gesellschaftliche Veränderungen gehen von Minderheiten aus, die sich gut organisieren und einen starken Willen zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele haben. Ein gutes Beispiel sind die Umweltverbände, die mit einer relativ geringen Mitgliederzahl, jedoch gut organisiert, ein wesentliches Gewicht in der politischen Debatte gewonnen haben."

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03.07.2017

Es steht ihnen ja frei, ihrem jeweiligen Guru und seiner Philosophie zu folgen. Da Foodwatch aber nicht die gesamte Branche anprangert oder für Überwachungsanordnungen anempfiehlt, sondern einzelne Sparten/Betriebe zum Abschuss freigeben möchte, nehme ich mir heraus, diese Organisation als für mich nicht akzeptabel einzuordnen.

Sogar die zuständige Gewerkschaft kritisiert die Art der aktuellen Medienarbeit von Foodwatch.

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03.07.2017

. . . diese Organisation als für mich nicht akzeptabel einzuordnen.

Das ist mir ziemlich egal. Die Arbeit von Foodwatch sorgt jedenfalls für mehr Hygiene in dieser Branche, als die unter Verschluss gehaltenen Untersuchungsergebnisse der amtlichen Überwacher. Und darum geht es.

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04.07.2017

Bei 75 Kontrollen gab es in Bayern 72 Beanstandungen. So viele Großbäckereien gibt es gar nicht :-)

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Jeder-sechste-Baecker-in-Bayern-arbeitet-unsauber-id41936771.html

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04.07.2017

Für 75 Kontrollen brauchts ja keine 75 Bäckereien, die Kontrollen erfolgen ja mehrmal pro Jahr und Betrieb. Ich kannte Kontrollen von 5-6 mal pro Jahr im LBM Markt.

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05.07.2017

Es waren 63 Bäckereien. Als häufigster Mangel wird der Schädlingsbefall angegeben. Naja, Backstuben sind nunmal keine OP-Säle.

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28.06.2017

Bitte wie?

Wenn bei Ihnen zu Hause irgendwelche Viecher in der Küche umherlaufen ist das weder mein, noch das Problem der Allgemeineit.

Wenn ich für ein Lebensmittel bezahle möchte ich, dass zumindest keine Ekelfaktoren im Spiel sind, von Gesundheitsgefahren ganz abgesehen.

.

Es sind hier ein paar Mängel, dort ein paar Mängel alles egal, gell?

Wenn Ihnen das wurscht ist bitte, mir und zigtausend anderen Verbrauchern nicht.

.

Und das Argument mit den Vorfahren ist wohl keins.Was glauben Sie, warum sich Wissenschaftler seit Jahrzehnten Gedanken machen wie Salmonellosen, Cholera, Ehec, MRSA und anderer Krempl vermeiden lässt.

Robert Koch haben wir bspw.u.a. Kanalisation zu verdanken. Ich weiß nicht, ob Sie Ihr Abspülwasser und die Kloake wieder in den Rinnstein schütten wollten.

Die im Artikel beschriebenen Maßnahmen sind m.E.n. auch nicht freiwillig geschehen, ich vermute eher, dass dies Auflagen der Aufsichtsbehörden waren.

Dreck macht Speck zählt nicht mehr. Und ich sehe nicht ein, dass solche Schlampereien weitergehen.

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28.06.2017

Also, wenn Mäusedreck rum liegt, oder Teile eingebacken werden, liegt schon vieles im Argen. Gottsei Dank, ich kaufte immer bei Wolff ein, da mir die Qualität bei Ihle nicht behagt.

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30.06.2017

All denjenigen, die hier über Hygienetheorien philosopieren und Betriebe pauschal anschuldigen, kann ich nur dringend den Besuch in einer Backstube empfehlen. Zum Beispiel beim Bäcker um die Ecke und auch beim Tag der offenen Tür in einer Großbäckerei.

In Backstuben wird gearbeitet, das sind keine sterilen Computerlabore. Die Großbäckereien haben meiner Beobachtung nach dabei sogar deutlich bessere Hygienevoraussetzungen als die kleinen Handwerksbetriebe.


Dass mal eine Plastikschnur in einem Brot eingebacken wird, ist sicher kein Beinbruch. Wo Menschen sind, da passieren auch Fehler. Haben sie sich noch nie ernsthaft gefragt, was alles in der Milch schwimmt? Die Kuh steht im Stall, nicht im OP-Saal, wenn sie gemolken wird!


Was den Mäusekot in einer Anfahrtszone (nicht im Teig!) angeht: Wo Lebensmittel sind, sind auch Tiere. Glauben sie denn, dass sich Insekten oder Nager von Rohstofflagern immer zu 100% fernhalten lassen? Ein Leben ohne andere Lebewesen und auch ohne Keime ist nicht realistisch.

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30.06.2017

"Zum Beispiel beim Bäcker um die Ecke und auch beim Tag der offenen Tür in einer Großbäckerei.In Backstuben wird gearbeitet, das sind keine sterilen Computerlabore. Die Großbäckereien haben meiner Beobachtung nach dabei sogar deutlich bessere Hygienevoraussetzungen als die kleinen Handwerksbetriebe."

Sehr interessant, dann kann man sich den Besuch beim Bäcker um die Ecke ja sparen. Die um das Überleben kämpfenden kleinen Handwerksbetriebe werden sich über Ihren Beitrag sehr frreuen.

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30.06.2017

Weder bin ich gegen kleine noch für große Backbetriebe eingestellt. Ich halte lediglich unrealistische und idealisierende Forderungen nach Laborbedingungen bei der Herstellung von Lebensmitteln für absurd.


Machen sie sich einfach selbst ein Bild, statt aus der theoretischen Warte heraus zu urteilen. Ich habe das getan.

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28.06.2017

Engmaschige und intensive Kontrollen wären absolut notwendig. Dazu spürbare Strafe bei Wiederholung ggfs. auchh Gefängnis und/oder Enzug der Erlaubnis Lebensmittel zu vertreiben. Leider spart der Staat auch am Personal bei den zuständigen Stellen wie Gewerbeaufsicht und dem LGL die mit Kontrollen kaum noch nachkommen.

Daher auch Hygienemängel im medizinischen Bereich.

In Deuschland sind wir bei der Lebensmittelhygiene ohnehin auf abgeschlagenen Plätzen. Wenn ich lesen muss, dass die Putzmanschaft von von 25 auf 44 aufgestockt wurde wird einem klar, dass es vorne und hinten nnicht gestimmt hat. Ich möchte auch gar nicht wissen wer da geputzt hat mit welchem Lohn und welcher Qualifikation und entsprechender Motivation. Warum gibt es in einem solchen Riesenbetrieb kein geeignetes Qualitätsmanagement durch qualifizierte Kräfte und darüberhinaus Hygienenachweise und nachweisbare Hygienekontrollen der Zulieferer?

Peter Ihle sollte nach dieser Sache das Grinsen eigentlich vergangen sein..

Vollständigkeits- und Gerechtigkeitshalber muss man dazu sagen, dass es bei kleinen Betrieben häufig nicht viel anders sein mag. Wenn man beobachtet wie Verkäuferinnen in vielen Metzgereien ud Bäckereien mit der Händehygiene umgehen vergeht mir oft der Appetit. Wie es in Lagern, Backstuben und Wurstküchen zugeht will man vielleicht gar nicht wissen.

@Georg Kr. Solche Zustände sind kein Alleinstellungsmerkmal in Bayern. Oder glauben sie, dass sich in anderen Bundesländern die "Burschn und Madln" im Lebensmittelbereich öfter die Pfoten waschen? Oder Salmonellen und MRSA sowie ESBL Erreger in Zuchtbetrieben unbekannt sind? Und die Gesetzeslage unterscheidet sich ja auch nicht.wesentlich.

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28.06.2017

Die Häufung solcher Fälle in Bayern ist schon auffallend und stutzig machen sollte auf jeden Fall die Art und Weise wie die Fälle an die Öffentlichkeit kommen oder eben nicht.

Auf die erwischten "Lebensmittelhersteller" würde in leicht abgewandelter Form der kleine Lied-Text aus der Strauß-Operette "Der Zigeunerbaron" schon passen:

"Der ideale Lebenszweck

ist Gammelfleisch und Mäusedreck . . ."

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28.06.2017

Da ist nur die CSU schuld, in anderen Bundesländern gibt es keinerlei Probleme, in Berlin wird in bestimmten Gegenden gar nicht kontrolliert, weil sich dort kein Kontrolleur hin wagt, sonst wird er bei festgestellten Mängeln verprügelt.

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28.06.2017

Was wollen Sie denn immer mit Berlin oder NRW. Dass es auch andernorts Probleme gibt, ändert am bayerischen Saustall nichts - was bei Schnarchzapfen wie dem CSU-Landwirtschaftsminister und der bay. Verbraucherschutzministerin Scharf (müsste besser Lasch heissen) auch kaum zu erwarten ist.

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28.06.2017

Natürlich sind in einer neu gebauten bzw. sanierten Anlage keine Hygienemängel zu finden. Interessant wird ja erst nach einigen Jahren Dauerbetrieb, ob da der Schlendrian wieder einreisst.

Auf jeden Fall sollten alle Verstöße, die mit einer Geldbuße geahndet werden, von den Behörden zeitnah öffentlich gemacht werden, und nicht erst nach Jahren von einer NGO.

Ich fühle mich bei meinen Kaufentscheidungen hintergangen.

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28.06.2017

Es ließt sich so, als ob Jürgen Marks die Bäckerei Ihle sogar in Schutz nimmt.

Die bayerische Staatsregierung hat trotz Versprechungen diese eklatanten Hygienmängel vor der Öffentlichkeit verborgen. Nach Bayern-Ei und weiteren eklatanten Verstößen fügt sich auch dies in einen nicht vorhandenen Schutz der Bürger durch die bayerische Staatsregierung.

Im Übrigen sind es mehrere Bäckereien die Ekelbrot verkauften.

Zitat bayerischer Rundfunk:

"Ekelbrot in bayerischen BäckereienMäusekot, Schaben, Schimmel - in mehreren bayerischen Großbäckereien gab es in den Jahren 2013 bis 2016 offenbar große Hygienemängel. Das zeigen Unterlagen der Organisation foodwatch, die report München und der Süddeutschen Zeitung exklusiv vorliegen. Das Fazit: Nach wie vor werden den Verbrauchern wichtige Informationen vorenthalten."

Zitat Johannes Heeg, foodwatch:

"Es gab über die Jahre hinweg immer wieder Kontrollen, bei denen die Kontrolleure auf Mäusekot, auf Schaben, auf Käfer im Mehl gestoßen sind, auf Schimmel in den Backstuben, einfach auf sehr schlechte Hygienezustände. Drei der acht Unternehmen hatten wirklich immer wieder Probleme, was die Hygiene angeht, das sind die Bäckerei Ihle, der Bachmeier und der Beck. Das sind drei sehr große Bäckereiunternehmen, wo wirklich auch über die Jahre hinweg immer wieder Kontrollen stattgefunden haben, die Hygienemängel und Verstöße festgestellt haben."

Guten Appetit

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28.06.2017

Bayern - das Land der Lebensmittelskandale. Meistens werden die Sauereien ja dank CSU-Protektion unter der Decke gehalten. Dumm nur, wenns dann doch rauskommt. Aber, sind ja ganze Burschen und Madln die Bayern und das bisschen Gammelfleisch, Mäusedreck oder Salmonellen hauen die nicht um.

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28.06.2017

(persönlicher Angriff/edit)

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28.06.2017

Leider hat Ihr Beitrag mit der Sache nichts zu tun.(edit/mod)

Im Übrigen bin ich gerne in Bayern, deswegen wehre ich mich schließlich gegen die krude CSU Politik, welche Wirtschaftsinteressen vor die Belange der Bürger setzt.

Ich will nicht bei meinen Kaufentscheidungen hintergangen werden. Wenn Sie gerne hintergangen werden ist das natürlich Ihre eigene Sache.

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28.06.2017

Für mich gibt es 2 gute Gründe, das nicht zu tun:

1. wohne ich so günstig, dass ich bei Gefahr im Verzug in wenigen Minuten jenseits der bayerischen Grenze bin und

2. wenn ich Typen wie Sie nicht mehr ärgern könnte, würde mir ein gutes Stück Lebensqualität fehlen, das ich keinesfalls missen möchte.

Könnte mir vorstellen, das es Herrn Richard M. ähnlich geht.

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