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08.06.2009

IWF erwartet Anfang 2010 Erholung in Eurozone

IWF erwartet Anfang 2010 Erholung in Eurozone
Bild: DPA

Washington (dpa) - Der Internationale Währungsfonds IWF rechnet Anfang 2010 mit einer Konjunkturwende in der Eurozone, mahnt aber zugleich entschlossene Schritte zur Stärkung des Finanzsektors an.

"Der Abschwung sollte sich im Laufe 2009 verringern und in der ersten Hälfte 2010 den Weg für eine moderate Erholung freimachen", teilte der IWF am Montag in Washington mit. Die wirtschaftliche Gesundung werde voraussichtlich aber langsam verlaufen.

Die Ausformung und der zeitliche Verlauf der Erholung seien derweil "höchst ungewiss". Verbliebene strikte Regelungen auf den Arbeits- und Produktmärkten, schwache Firmenbilanzen in manchen Ländern und eine stärkere Rolle des Staates würden auf mittlere Sicht das Wachstumspotenzial in der Eurozone dämpfen.

Als ein "fehlendes Schlüsselelement" bezeichnete der Fonds eine "proaktive Strategie" zur Stützung der krisengeschüttelten Finanzbranche. So müsse die Kapitalausstattung der Banken überprüft, die Bilanzen von problematischen Vermögenswerten befreit und geschwächte Institutionen neu aufgestellt werden. Die durch die Turbulenzen geschaffenen Chancen für eine Reform des Systems zur Stabilisierung des Finanzsystem müssten "ohne Verzögerung ergriffen werden", mahnte der Internationale Währungsfonds weiter.

IWF erwartet Anfang 2010 Erholung in Eurozone

"Eine resolute und koordinierte Säuberung des Bankensystem ist jetzt entscheidend, um das Vertrauen in das Finanzsystem wiederherzustellen", urteilt der Fonds weiter. Europa könne sich kaum Stückwerk leisten, das Unsicherheit Vorschub leistet, Privatinvestoren fernhält und Eingriffe der Regierung zulässt, der sich negativ auf die Effizienz des Sektors auswirke.

Gute Noten gibt der IWF der Europäischen Zentralbank. Die EZB habe "beeindruckend" auf die Krise reagiert. Geldpolitisch müsse sie sich nun drauf konzentrieren, den Leitzins niedrig zu halten. Bei einer Verschlechterung des Wirtschaftslage müsse sie derweil "ein noch stärkeres Signal" in dieser Richtung abgeben.

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