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03.06.2009

Insolvenzverwalter mit Plan zur Woolworth-Rettung

Insolvenzverwalter mit Plan zur Woolworth-Rettung
Bild: DPA

Frankfurt/Main (dpa) - Zur Rettung der insolventen Kaufhauskette Woolworth Deutschland gibt es ein erstes grobes Konzept. Allerdings ist noch immer kein Investor in Sicht.

Damit sei die Gefahr von Filialschließungen und Kündigungen nicht gebannt, wie ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Ottmar Hermann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt sagte. Hermann schlägt ab Juli eine Transfergesellschaft für die bundesweit 9700 Mitarbeiter vor, will das Sortiment entrümpeln und Ladengrößen vereinheitlichen. Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Mitte April Insolvenzantrag gestellt.

"Aus einer Transfergesellschaft kann ein möglicher Investor dann die Mitarbeiter nach seinen Möglichkeiten - auch finanziellen Möglichkeiten - wieder herüberholen", erläuterte der Sprecher. So sollen etwa die Hälfte der 311 Filialen des fast 83 Jahre alten Unternehmens fortgeführt werden. "Die restlichen Filialen werden nicht von heute auf morgen geschlossen, dafür gibt es durchaus Einzelfalllösungen." So hatten unter anderen die Drogerieketten dm und Rossmann, der Textildiscounter KiK und der Schuhhändler Reno Interesse an einzelnen Standorten bekundet.

In einer Transfergesellschaft müssten die Beschäftigten mit finanziellen Einbußen in einer Größenordnung von 30 Prozent rechnen. Andererseits müsste sich ein Investor nicht mehr mit Altansprüchen etwa auf Urlaub und Altersvorsorge beschäftigen. "Der vorläufige Insolvenzverwalter hält es für unverzichtbar, dass alle Beschäftigten in eine Transfergesellschaft gehen. Dies ist die beste Chance für die Fortführung und würde das neue Unternehmen durchaus attraktiv für mögliche Investoren machen", sagte der Sprecher.

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Allerdings sei "die Investorenfrage noch offen", räumte der Sprecher ein. "Wenn sich kein Investor findet, wird die Fortführung des Unternehmens fraglich. Dann sind Schließungen und Kündigungen unumgänglich." Wie lange das finanzielle Polster noch reicht, von dem Hermann im April berichtet hatte, konnte der Sprecher nicht sagen.

www.woolworth.de/unternehmen

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