Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Weiterhin zehntausende Menschen in Kiew ohne Strom
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Interview: Ex-Botschafter: „Chinas Strategie basiert auf Schwäche“

Interview
28.12.2020

Ex-Botschafter: „Chinas Strategie basiert auf Schwäche“

Staatsoberhaupt der aufstrebenden Weltmacht China: Xi Jingping.
Foto: Huang Jingwen, dpa (Archiv)

Geoffrey Raby war bis 2011 Australiens Botschafter in Peking. Im Konflikt mit China geht er hart mit seiner Heimat ins Gericht.

Wie wird China die Weltordnung verändern?

Raby: Die neue Weltordnung formiert sich nicht gerade, sondern existiert bereits! Wir haben mit China und den USA zwei Weltmächte, wobei ich argumentiere, dass Chinas Einflusssphäre de facto über ganz Eurasien bis nach Warschau reicht. Auch Russland hat sich im Zuge der Sanktionspolitik zunehmend nach Osten gewandt. In dieser neuen Weltordnung hat Australien Schwierigkeiten, seinen Platz zu finden. In den letzten Jahren hat sich das Land zunehmend mit den Vereinigten Staaten verbrüdert, was keinen Sinn macht, da wir wirtschaftlich von China abhängen und auch von der Volksrepublik nicht strategisch herausgefordert werden.

Wohl kein Staat hat zuletzt wirtschaftliche Vergeltungsaktionen von China zu spüren bekommen wie Australien – nur, weil Australiens Premier eine Untersuchungskommission zum Ursprung des Virus forderte.

Raby: Unsere bilaterale Beziehung ist derzeit stark von strategischem Misstrauen geprägt. Wenn es etwa um den Territorialstreit im Südchinesischen Meer geht oder auch beim Ausschluss von Huawei für das 5G-Netz, dann sind wir stets die Lautstärksten und Ersten. All das ist total antagonistisch – und auch unnötig. Uns fehlt das Gespür für Diplomatie, um solche Angelegenheiten zu lösen.

Der Ex-Diplomat Geoffrey Raby diente zwischen 2007 und 2011 als Australiens Botschafter in Peking.
Foto: Melbourne University Press

Wie soll eine kluge China-Politik Australiens ausschauen?

Raby: Bleiben wir beim Beispiel Huawei: Mir geht es nicht so sehr darum, ob man Huawei ausschließen muss oder nicht. Ich kritisiere vielmehr die Art und Weise, wie das gemacht wurde. Wir waren die Ersten, hatten die größte Klappe, haben gar öffentlich von einer „bösartigen Infiltrierung“ unseres Sicherheitsnetzes gesprochen. Wir sollten zwar klar im Umgang mit China sein und auch mit Ländern in der Region zusammenarbeiten, die ähnliche Sorgen über Chinas Verhalten haben. Gleichzeitig sollten wir jedoch die Bedrohung, die von China ausgeht, nicht übertreiben.

Wie meinen Sie das?

Raby: Man kann zwar auf Chinas Staatsführung die bösartigsten Dinge projizieren, doch sind ihre Fähigkeiten durchaus eingeschränkt – etwa durch die Verteidigung von 22.000 Kilometern Landesgrenze oder aber eine völlige Abhängigkeit vom Weltmarkt in Bezug auf Mineralien und im Bereich Energien. Chinas Strategie basiert schlussendlich auf Schwäche, nicht Stärke – und einer existenziellen Unsicherheit, die die Politiker in Peking konstant spüren. Als die KP 1949 nach einem Bürgerkrieg an die Macht gekommen ist, hat sie keinen fertigen Nationalstaat beerbt, sondern ein Flickenteppich aus verschiedenen Territorien.

Ein wichtiges Element von Chinas Strategie ist bis heute die nationale Integrität – den Nationalstaat zusammenzuhalten in einer Welt, die von der Staatsführung als außerordentlich bedrohlich wahrgenommen wird. Vieles von Chinas Verhalten kann man auf diesem Weg verstehen – etwa die Angelegenheiten in Tibet, Xinjiang, Taiwan oder Hongkong. Chinas scharfe Machtdemonstrationen auf dem außenpolitischen Parkett sind hingegen vor allem dadurch motiviert, die Welt zu einem sicheren und angenehmeren Ort für die KP zu machen – indem sie sicherstellt, dass die chinesische Diaspora im Ausland nicht zu Brutstätten der Opposition gegen das chinesische Regime wird.

Zur Person: Der Ex-Diplomat Geoffrey Raby diente zwischen 2007 und 2011 als Australiens Botschafter in Peking.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

29.12.2020

Trump war ein Geschenk für China.

Zeigte der affektierte Affe im Global Office doch, wie verletzlich das Konstrukt der westlichen Welt ist.

29.12.2020

@Robert M.

Dass totalitäre Staaten sich in vielerlei Hinsicht leichter tun, ist ja nun nicht so verwunderlich. Dass Sie das zu bewundern scheinen schon. Sie sind doch recht meinungsstark (Stichwort hysterische Frauen). Sind Sie sicher, dass Sie in China all das was Ihnen gerne so aus der Tastatur läuft, ohne Konsequenzen von sich geben könnten?

29.12.2020

Ich darf auch in China das

"In 30 Jahren wird China die wirtschaftlich und militärisch stärkste Macht auf der Welt sein. China lacht bereits jetzt über die Ineffizienz, Kleingeistigkeit und Zerstrittenheit der westlichen Welt.

Beginnen Sie schon mal mit dem Chinesisch Lernen…"

sagen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Passt Ihnen was nicht?

29.12.2020

China ist eine Diktatur. Eine Abhängigkeit von China rächt sich früher oder später. Das erlebt Australien derzeit. Wir haben es geschafft, unseren Wohlstand auf China Importe zu bauen. Ein falsches Wort, eine falsche politische Entscheidung und China zieht den Stecker. Es werden westliche Politiker und Geheimdienste durch China infiltriert, bestochen und manipuliert. China darf nur eine untergeordnete Rolle spielen, so lange dort die Kommunisten das Sagen haben und es seine aggressive Expansionspolitik weiterbetreibt. Gleiches gilt für Russland. Es wird Zeit, das transatlantische Bündnis zu erneuern. Der Westen sollte den Einfluss Chinas in Asien und Afrika zurückdrängen. Das geht nur mit einem geeinten Europa, unter der Führung der USA.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/australien-mit-china-im-konflikt-101.html

29.12.2020

In 30 Jahren wird China die wirtschaftlich und militärisch stärkste Macht auf der Welt sein. China lacht bereits jetzt über die Ineffizienz, Kleingeistigkeit und Zerstrittenheit der westlichen Welt.

Beginnen Sie schon mal mit dem Chinesisch Lernen…

28.12.2020

Eine sehr freundliche Einschätzung Chinas. Wir sollten uns da aber keinen Illusionen hingeben.