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Jahresbilanz: Eurocopter fliegt auf Rekordkurs

Jahresbilanz

Eurocopter fliegt auf Rekordkurs

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    Airbus-Chef Louis Gallois (rechts) zu Gast in Donauwörth mit Eurocopter-Chef Dr. Lutz Bertling.
    Airbus-Chef Louis Gallois (rechts) zu Gast in Donauwörth mit Eurocopter-Chef Dr. Lutz Bertling. Foto: Ulrich Wagner

    Bei Eurocopter handelt es sich um einen der wichtigsten industriellen Arbeitgeber in der Region. Er hat in den vergangenen Jahren am Standort Donauwörth massiv Beschäftigung aufgebaut. Dort sind derzeit rund 5300 Frauen und Männer tätig.

    Die Hubschraubersparte genießt innerhalb des kriselnden Luft-, Verteidigungs- und Raumfahrtriesen EADS hohes Ansehen. So fand dieses Jahr der

    Bertling hat nach seinem Wechsel zu Eurocopter eine atemberaubende Karriere gemacht. Vor Journalisten in Paris ließ er durchblicken, dass die Geschäfte für Eurocopter noch besser laufen, als er ursprünglich dachte: "Vor einem Jahr, als ich als neuer Chef angetreten war, hielt ich 2006 für ein historisches Auftragsjahr. Nun, ich hatte unterschätzt, was wir 2007 erreichen würden." Die Zahlen sprechen für sich:

    Der Auftragseingang stieg von 615 auf 802 neue Hubschrauber im Gegenwert von 6,58 Milliarden Euro. "Damit gehört der Produktionshochlauf zum Tagesgeschäft", sagte Bertling. Das werde noch eine Weile so bleiben. Er prophezeite, dass die Auslieferungszahlen 2008 noch einmal nach oben gehen. Im vergangenen Jahr wurden 488 zivile und militärische Maschinen an Kunden übergeben; 2006 waren es 381.

    Der Auftragsbestand erreichte einen neuen historischen Höchstwert von mehr als 13 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Zum Ende des Geschäftsjahres 2006 fielen hier noch rund elf Milliarden Euro an. Dabei handelte es sich schon damals um einen Rekord.

    Mittlerweile erzielt Eurocopter einen Umsatz von über 4,0 Milliarden Euro gegenüber etwa 3,8 Milliarden im Vergleichszeitraum.

    Bertling verwies darauf, dass der Hubschrauberanbieter in allen Marktsegmenten gewachsen sei. Immer wichtiger werden folgende Bereiche:

    So macht Eurocopter gute Geschäfte mit Firmen, die Erdöl und Erdgas fördern. Diese Unternehmen suchen mittlerweile in immer entlegeneren Gebieten nach Rohstoffen. Angesichts steigender Preise lohnt sich das. Firmen solchen Zuschnitts brauchen für ihre Arbeit Helikopter.

    Eurocopter profitiert auch davon, dass es einen steigenden Bedarf an VIP- und Geschäftsreisehubschraubern gibt. Interessant: In der Geschäftsfliegerei ist der Helikopter jetzt als Luftfahrzeug anerkannt.

    Auch klassische Kunden wie Polizei- und Rettungsdienste setzen nach wie vor auf Produkte des europäischen Unternehmens.

    Bertling ist zufrieden mit der Eurocopter-Expansionspolitik: "Wir konnten unsere Exportquote erneut steigern."

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