1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Kaffee-Konsum weltweit hat sich binnen 20 Jahren verdoppelt

Kaffee

16.10.2015

Kaffee-Konsum weltweit hat sich binnen 20 Jahren verdoppelt

Es wird immer mehr Kaffee getrunken.
Bild: Tobias Hase (dpa)

Weltweit wird immer mehr Kaffee getrunken: Der Konsum hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Nun könnte der Preis steigen.

Das sagt der Chef der Internationalen Kaffeeorganisation Robeiro Oliveira. Die Nachfrage sei dabei über die Jahre konstant geklettert. Und die ICO gehe davon aus, dass der Konsum weiter steigen wird: "Die Weltbevölkerung wächst, und immer mehr Menschen finden Geschmack am Kaffee", sagte Oliveira mit Verweis auf Länder wie China oder Russland.

Auf genaue Vorhersagen zur Entwicklung der Produktion wollte der ICO-Chef sich nicht festlegen - die sei abhängig von vielen Faktoren. Derzeit machen etwa starke Regenfälle den Kaffeebauern in Brasilien zu schaffen, in Kolumbien ist es die Trockenheit, in Zentralamerika wiederum gibt es Probleme mit der Rostkrankheit, die Kaffeesträucher befällt.

Der Kaffeepreis liegt derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit 20 Monaten. Oliveira erwartet eine Preissteigerung: "Der Markt dürfte auf das derzeit niedrige Angebot reagieren."

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Den Zahlen der ICO zufolge stieg die Produktion von Rohkaffee von rund 108 Millionen Säcken (zu je 60 Kilogramm) im Jahr 2001 auf geschätzt knapp 142 Säcke im Jahr 2014. Die Nachfrage lag demnach 2013 schon über der Produktion; 2014 sogar deutlich.

Die Internationale Kaffeeorganisation war 1963 unter Federführung der UNO in London gegründet worden. Ihr gehören die meisten Export- und Importländer an. Auch Deutschland ist Mitglied. Weltweit liegt der Pro-Kopf-Verbrauch der deutschen Kaffeetrinker mit 7,1 Kilogramm Rohkaffee an siebter Stelle. Finnen, Norweger, Österreicher, Dänen, Schweizer und Schweden trinken noch mehr Kaffee. afp

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren