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18.03.2009

Kommentar: Die Krise als Chance

Das Prinzip Hoffnung ist zur Grundphilosophie der Autohersteller in Notzeiten geworden. Anbieter wie BMW und Daimler beschwören es förmlich, dass der Einbruch der Branche nicht länger als dieses Jahr anhält. Sie setzen auf US-Notenbankchef Bernanke, der für Anfang 2010 eine Besserung der Lage prognostiziert hat.

Der Aufschwung soll dort einsetzen, wo die Krise ihren Ausgang nahm. Auch BMW hofft auf Amerika als Retter in der Not. Das Unternehmen leidet derzeit besonders stark unter dem Einbruch dieser Wirtschaftsnation. Für den Konzern stellen die USA einen, was das Absatzvolumen betrifft, wichtigeren Markt als Deutschland dar. Der Konkurrent Audi profitiert hingegen davon, dass er bisher nicht in dem Maße Zugang zu dem amerikanischen Markt geschafft hat. Geht es jenseits des Atlantiks wieder aufwärts, wird BMW schneller als andere Anbieter an Fahrt gewinnen.

Dem Münchner Unternehmen kommt überdies zugute, dank pfiffiger Ideen den CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte deutlich gesenkt zu haben. BMW versucht Umweltbewusstsein und PS-Freunde zu Freunden zu machen. Dabei ist der Konzern den Rivalen Mercedes und Audi vorerst enteilt. Die BMW-Manager begehen hier den klassischen Fehler eines ingenieurgetriebenen Unternehmens: Sie reden zu wenig über ihre Öko-Leistungen. Das will Konzernchef Reithofer ändern. Gelingt ihm das und dauert die Krise nicht zu lange, könnte BMW gestärkt aus der misslichen Lage hervorgehen.

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