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Die Sparer sind die Leidtragenden der EZB-Politik

Kommentar Von Sarah Schierack
27.03.2019

Seit Jahren hoffen Sparer darauf, dass die Europäische Zentralbank ihre lockere Geldpolitik korrigiert. So schnell dürfte das nicht der Fall sein.

Für Sparer ist seit einigen Jahren nichts mehr, wie es einmal war. Seit Mario Draghi den Leitzins immer weiter heruntergeschraubt hat, durchlaufen sie eine endlos scheinende Durststrecke.

EZB-Politik: Selbst die Altersvorsorge scheint nicht mehr sicher

Denn während sich ihr Vermögen früher ganz von selbst vermehrte, müssen sie heute fürchten, dass ihre Einlagen von der Inflation aufgefressen werden oder – im schlimmsten Fall – durch Minuszinsen hinwegschmelzen.

Selbst Geld, das für die Altersvorsorge vorgesehen ist, scheint in diesen Zeiten nicht mehr sicher vor Negativzinsen. Glücklicherweise hat das Oberlandesgericht Stuttgart in diesem Fall ein Machtwort gesprochen.

Sinnvoll ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank nicht mehr

Wer Vermögen aufbaut, um nach der Rente davon zu zehren, darf nicht auch noch draufzahlen. Das passt nicht zum Grundgedanken der Altersvorsorge.

Sinnvoll ist eine Geldpolitik, die diese Blüten treibt, schon länger nicht mehr. In Zeiten der Finanzkrise hat sie den Euro-Raum zusammengehalten.

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Zehn Jahre später ist die Welt jedoch eine ganz andere. Und doch bewegt sich EZB-Chef Mario Draghi nur im Schneckentempo auf eine Zinswende zu. Die Leidtragenden sind – wieder einmal – die Sparer.

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