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Fataler Durst auf Öl: Der Weg zu wirksamem Klimaschutz ist noch weit

Kommentar Von Michael Kerler
03.10.2021

Der Ölpreis steigt genauso wie der Bedarf derzeit stark an. Das zeigt, dass wir bei den Klimabemühungen erst am Anfang stehen.

Der stark vom Klimaschutz geprägte Bundestagswahlkampf hat uns ein Stück weit in trügerische Sicherheit gehüllt. Alle ins Parlament gewählten Parteien – mit Ausnahme der AfD – hatten betont, wie wichtig ihnen das Klima ist. Doch es ist eine Illusion, anzunehmen, dass damit schon vieles in Sachen Klima auf dem richtigen Weg wäre – erst recht im globalen Maßstab.

Allen Klimaschutzbeteuerungen zum Trotz hat die für das Klima fatale Förderung von Erdöl bis 2019 nämlich immer neue Rekorde erreicht. Mit der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise kommt der Durst auf Öl mit Wucht zurück. Afrika und Asien hungern nach wirtschaftlicher Entwicklung, damit wird der Verbrauch mit allen damit verbundenen CO2-Emissionen weiter steigen.

Zugang zu Klimaschutz-Technologie für viele Länder

Der Einsatz klimafreundlicher Technologie in Deutschland – wie E-Auto oder Wärmepumpe – ist global gesehen ein kleiner Beitrag. Die Wirtschaft muss ihre Klimatechnologien deshalb für den Export in andere Länder attraktiv machen, so dass größerer Schwung in die Entwicklung kommen kann. In der Politik sind Abkommen nötig, damit die Klimaziele von Paris auch umgesetzt werden. Dann besteht die Chance, dass der Durst nach Öl langsam nachlässt.

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