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Kommentar
15.06.2016

Sparkasse im Umbruch: Bankberater dürfen nicht weggespart werden

In Augsburg und Friedberg schließen zwölf Filialen der Sparkasse.
Foto: Annette Zoepf

Bequem ist das Onlinebanking. Doch für umfangreichere Geldgeschäfte, die einer guten Beratung bedürfen, ist die Kompetenz von Bankberatern vor Ort weiter notwendig.

Daher müssen gerade die regional verwurzelten Sparkassen und Genossenschaftsbanken aufpassen, dass sie ihr Filialnetz nicht zu sehr ausdünnen. Geldgeschäfte sind Vertrauenssache. Wer nicht präsent ist, wird austauschbar und verliert den Kontakt zu Kunden. Deshalb sind Filialschließungen eine gefährliche Strategie.

Gefährlicher Kurs der EZB

Noch gefährlicher ist aber der Kurs der Europäischen Zentralbank. Ihre Niedrigzinspolitik führt nicht nur zu der fatalen Entwicklung, dass weniger gespart wird und damit vielen Menschen Altersarmut droht. Der EZB-Kurs greift im besonderen Maße die soliden Geschäftsmodelle der Sparkassen und Genossenschaftsbanken an. Dabei waren es gerade sie, die in der Regel gut durch die Finanzkrise gekommen sind und Vorbild für Europa sein müssten. Sie werden mit immer neuer Bürokratie und gestiegenen Kosten zum Sparen gezwungen. Leidtragende sind Mitarbeiter und Kunden. Viele wollen aus Sicherheitsgründen ihre Geldgeschäfte nicht übers Internet erledigen. Auch das gilt es zu berücksichtigen.

Weniger Sparkassen in der Region - Das liegt auch am Kundenverhalten

Diese Sparkassen-Filialen schließen in Augsburg und Friedberg 

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