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Konsumgüter
11.04.2011

Henkel spürt wachsenden Druck durch Rohstoffpreise

Henkel.Vorstandschef Kasper Rorsted am Montag auf der Hauptversammlung des Dax-Konzerns in Düsseldorf. dpa

Dem Konsumgüterhersteller Henkel (Persil, Pattex) machen die steigenden Rohstoffpreise zu schaffen. Der Preisanstieg werde in diesem Jahr stärker ausfallen als angenommen, sagte Vorstandschef Kasper Rorsted am Montag auf der Hauptversammlung des Dax-Konzerns in Düsseldorf.

Im Vergleich zum Vorjahr dürften die Rohstoffkosten im hohen einstelligen Prozentbereich zunehmen. Henkel werde deshalb weiter an der Kostenschraube drehen müssen. Gleichzeitig würden die Henkel-Produkte teurer. "Wir werden selektive Preiserhöhungen durchführen müssen", sagte Rorsted.

Neben Henkel wollen beispielsweise auch der britisch-niederländische Konzern Unilever (Dove, Axe) oder Lebensmittelriese Nestle die Preise anheben. Der Hamburger Konzern Beiersdorf (Nivea) will dagegen vorerst noch auf Anhebungen verzichten. Die Preissteigerungen der Hersteller stoßen beim Einzelhandel auf Widerstand, der versucht, die Produkte möglichst günstig weiter zu verkaufen, um im Wettbewerb mit den Discountern bestehen zu können.

Nach den deutlichen Wachstumssprüngen in vielen Abnehmerindustrien im vergangenen Jahr erwartet Rorstedt nun wieder eine weitgehende Normalisierung. 2010 hatte der Konzern seinen Gewinn fast verdoppeln können. Dank Konjunkturaufschwung und Sparprogramm kletterte der Überschuss um 82 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Alle drei Sparten Klebstoffe (Pritt, Pattex), Waschmittel (Persil, Spee) und Kosmetik (Fa, Schwarzkopf) erzielten Rekordergebnisse.

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) mahnte bei dem Aktionärstreffen, dass angesichts der stark gestiegenen Gewinns eine Überprüfung der Dividendenpolitik angebracht sei. Henkel wolle mit insgesamt 310 Millionen Euro nur 25 Prozent des Gewinns ausschütten. Für die Vorzüge sollen die Aktionäre je 0,72 Euro (Vorjahr: 0,53) erhalten. Die Stammaktionäre will Henkel mit 0,70 Euro (Vorjahr: 0,51) je Papier bedenken. (dpa)

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