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Amazon

24.12.2013

Kündigung einen Tag vor Heiligabend: Kritik an Amazon

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert Amazon für die Saisonarbeit.
Bild:  Uwe Zucchi (dpa)

Bei Amazon sind etliche Mitarbeiter am Tag vor Heiligabend vor die Tür gesetzt worden. Das Modell ist nicht neu, ruft aber wieder Kritik hervor.

Es ist kein Geheimnis, dass bei Amazon für das Weihnachtsgeschäft zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt werden, die nach dem Weihnachtstrubel wieder ihren Job verlieren. Am Modell der Saisonarbeit bei Amazon wurde schon oft Kritik geübt. Nun auch erneut von der Gewerkschaft Verdi. Die hat die vor Heiligabend kurzfristig ausgesprochene Kündigungen beim Online-Versandhändler heftig kritisiert.

Etlichen Amazon-Mitarbeitern vor Weihnachten gekündigt

Nach Angaben von Verdi wurde einen Tag vor Heiligabend am Montag etlichen befristet Beschäftigten im Amazaon-Versandhandelslager Brieselang bei  Berlin die Kündigung mitgeteilt.

Verdi: "Amazon zeigt wieder sein wahres Gesicht"

Nachdem die Beschäftigten mit  Höchstleistungen unter Druck das Vorweihnachtsgeschäft abgewickelt  hätten, würden sie "Knall auf Fall vor die Tür gesetzt",  kritisierte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am  Dienstag. "Amazon zeigt wieder einmal sein wahres Gesicht."

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Hunderte Amazon-Beschäftige im Streik für Tarifvertrag

Amazon verweigere seinen Mitarbeitern nicht nur den Schutz und die  Zuverlässigkeit eines Tarifvertrages, sondern versuche  gleichzeitig, "in Deutschland eine Wildwest-Kultur des Heuerns und  Feuerns zu etablieren", erklärte Nutzenberger weiter. In der  vergangenen Woche hatten hunderte Amazon-Beschäftigte in den  Versandhandelszentren Leipzig, Bad Hersfeld und Graben für  Tarifverhandlungen gestreikt. Sie fordern einen Tarifvertrag auf  dem Niveau des hessischen Einzel- und Versandhandels.

Amazon lehnt bislang Tarifbindung ab

Das Amazon-Management lehnt Verhandlungen ebenso wie eine  Tarifbindung bisher ab. Das Unternehmen orientiert sich an der  niedrigeren Bezahlung in der Logistikbranche. Verdi hat bereits  angekündigt, die Streiks bei Amazon nach dem Weihnachtsfest  fortzusetzen und möglicherweise auf weitere Standorte auszuweiten. afp/AZ

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