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Augsburg

12.04.2015

Kuka will Roboter für Krankenhäuser und Pflegeheime entwickeln

Kuka ist einer der größten Hersteller von Industrierobotern.
Bild: Julian Stratenschulte (dpa)

Bisher fertigt der Augsburger Roboterhersteller Kuka vor allem für die Automobilindustrie. Das könnte sich aber ändern. Das Unternehmen hat offenbar auch für den Gesundheitssektor Pläne.

Der Industrieroboterhersteller Kuka fasst bei seinem Wachstumskurs auch das Geschäft mit Privatkunden ins Auge. Der Konzern will dabei von der zunehmenden Alterung der Gesellschaft profitieren und Roboter beispielsweise an Pflegeheime und Krankenhäuser verkaufen. "Serviceroboter können wir uns gut vorstellen bei Kuka. Diese Maschinen helfen dann im Haushalt beim Tisch abräumen oder im Pflegeheim und Krankenhaus bei der Essens- und der Medikamentenausgabe", sagte Konzernchef Till Reuter der "Welt am Sonntag".

Diese Roboter könnten das Personal entlasten, indem sie die zeitaufwendigen Routinetätigkeiten übernehmen wie zum Beispiel das Einräumen von Tabletts nach dem Essen. "Das verschafft den Pflegern dann auch mehr Zeit, sich mit den Patienten zu beschäftigen", sagte Reuter. Gesicht und Beine sollen die dafür bestimmten Roboter allerdings nicht bekommen. 

Kuka ist auf Wachstumskurs

Für Kuka wäre es ein weiterer Schritt, um unabhängiger von den Autokonzernen zu werden, die bisher die wichtigsten Kunden sind. Reuter hatte Kuka zuletzt mit der Kauf des Schweizer Unternehmens Swisslog im Bereich Logistik gestärkt. Weitere Zukäufe sollen folgen. "Wenn es Sinn macht und wir ein geeignetes Ziel finden, können und werden wir zuschlagen", sagt er der Zeitung und bestätigte damit frühere Aussagen.

Angela Merkel besuchte die Kuka AG in Augsburg. Vorstand Dr. Till Reuter führte die CDU-Politikerin durch den Betrieb des Roboterbauers.

 Aber auch ohne Übernahmen will Reuter den Umatz bis zum Jahr 2020 auf 4 bis 4,5 Milliarden Euro verdoppeln. An der Börse wurde der Wachstumkurs zuletzt stark honoriert. Der Kurs der im MDax notierten Aktie legte in den vergangenen fünf Jahren fast 600 Prozent zu. dpa

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