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Mega-Fusion geplant
18.09.2016

Bayer-Chef: Monsanto-Übernahme hilft bei Hungerbekämpfung

Werner Baumann: «Gemeinsam können wir noch mehr dazu beitragen, dass im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen satt werden».
Foto: Oliver Berg (dpa)

Für viele Umwelt- und Verbraucherschützer ist die Monsanto-Übernahme durch Bayer eine Katastrophe. Bayer-Chef Baumann widerspricht energisch - und hält die Mega-Fusion für einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Hungerbekämpfung.

Leverkusen (dpa) - Bayer-Chef Werner Baumann wehrt sich gegen Kritik an der Milliardenübernahme des umstrittenen US-Saatgutunternehmens Monsanto.

Die Übernahme werde anders als von Skeptikern behauptet sogar positive Auswirkungen für die Ernährung der Weltbevölkerung haben, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). "Gemeinsam können wir noch mehr dazu beitragen, dass im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen satt werden."

In Richtung der Vertreter einer Öko-Landwirtschaft sagte er, eine falsch verstandene Agrarwende werde den globalen Nahrungsmangel weiter verschärfen. "Was wir brauchen, sind neue Technologien, mehr Erträge auf den Feldern, eine entsprechende Wirtschaftlichkeit der Agrarbetriebe, und dies bei höchsten Umwelt- und Sicherheits-Standards. Dazu können wir mit Monsanto einen bedeutenden Beitrag leisten."

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) warnte hingegen vor den Folgen der Übernahme für Landwirte und Verbraucher. "Man braucht kein Schwarzseher zu sein, um vorauszusagen, dass das Preisniveau steigen und sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft weiter verschärfen wird – hin zu immer größeren Betrieben, die nichts mit der bäuerlichen, nachhaltigen und gentechnikfreien Landwirtschaft zu tun haben, die die Gesellschaft etwa in Europa will."

Bayer will das umstrittene US-Saatgutunternehmen kaufen und zahlt dafür inklusive Schuldenübernahme 66 Milliarden US-Dollar (knapp 59 Mrd Euro). Die Monsanto-Aktionäre und die Behörden müssen dem Deal aber noch zustimmen. Die Übernahme wird Bayer zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. (dpa)

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19.09.2016

Eine Lüge wird nicht deshalb zur Wahrheit, wenn man sie immer wieder und wieder wiederholt und es ist eindeutig eine Lüge, daß Firmen wie Bayer und Monsanto helfen, den Hunger in der Welt zu beseitigen. Sie wollen nur eines, die Landwirte von sich abhängig machen, um dann ordentlich Geld zu kassieren. In Amerika hat Monsanto die Landwirte von sich abhängig gemacht durch Unkrautvernichter, die nur Monsanto-Saatgut verschonen. Das Unkautvernichtungsmittel ist billig, das Saatgut teuer, der Landwirt kann und darf es nicht selbst nachzüchten, sondern muß es jährlich nachkaufen. Landwirte, die da nicht mitmachen bzw. aussteigen, werden bedroht und möglichst zur Aufgabe der Landwirtschaft gezwungen.

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19.09.2016

So kann man es auch sehen (kurzfristig), aber in Zukunft siehts ganz anders aus. Wenn die Umwelt vergiftet ist,(wie es teilweise schon ist) wächst nicht mehr viel was gegen den Hunger wäre. Gerade gelesen, die Insekten sterben aus, wegen der vielen Giftmittel in der Landwirtschaft und das weltweit.

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