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29.06.2017

Merkel: Essen ist wertvoll

Gute Tierhaltung kostet Geld

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor einem überzogenen Preiskampf bei Lebensmitteln gewarnt. „Es ist gut, dass sich die allermeisten Menschen in unserem Land ihre Nahrungsmittel leisten können“, sagte sie beim Bauerntag. Niedrige Preise dürften aber nicht dazu führen, „dass die Produkte zum Schluss überhaupt nicht mehr geschätzt werden und damit auch die dahinterstehende Arbeit“.

Der Bauernverband forderte, dass Höfe für höhere Tierhaltungsstandards auch bessere Preise erhalten. Die Bauern seien zu Veränderungen bereit und setzten auch schon höhere Standards um. Auch mit Blick auf die Verbraucher müsse aber klar sein: „Mehr Tierschutz kostet mehr Geld“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied.

Deshalb wehrte er sich gegen „Kampfbegriffe“ wie Massentierhaltung, die Bauern diffamierten. Erwartungen der Bürger etwa an mehr Umwelt- oder Tierschutz seien nachvollziehbar, sagte Merkel. Dies sei aber „null Rechtfertigung dafür, den bäuerlichen Berufsstand insgesamt an den Pranger zu stellen“.

Und noch ein Thema wurde besprochen: das umstrittene Unkrautgift Glyphosat. Merkel sprach sich klar für eine Verlängerung der Zulassung des Mittels aus. Die Unionsparteien setzten sich dafür ein, dass die Bauern „da, wo das notwendig ist, diesen Stoff auch weiter anwenden können“, sagte die Kanzlerin. Experten streiten über Risiken des Pflanzenschutzmittels, das unter anderem im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Die EU will noch in diesem Jahr über eine weitere Genehmigung entscheiden. (dpa)

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