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Nach der Arcandor-Insolvenz

09.06.2009

Metro will Karstadt offenbar weiterverkaufen

43 000 Arcandor-Mitarbeiter zittern um ihre Jobs
Bild: DPA

Nach der Insolvenz von Arcandor hat Metro weiterhin Interesse an einer Fusion von Kaufhof und Karstadt - um den neuen Warenhauskonzern direkt weiterzuverkaufen?

Düsseldorf (AZ). Der italienische Unternehmer Maurizio Borletti ist einem Medienbericht zufolge an einer Beteiligung an einem neuen Warenhauskonzern interessiert, der aus einer möglichen Fusion von Kaufhof und Karstadt entstünde.

Nach der Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor prüfe Metro-Chef Eckhard Cordes bereits den Weiterverkauf eines möglichen neuen Konzerns an einen ausländischen Käufer, berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch. In Kreisen zweier beteiligter Investmentbanken werde Borletti als Interessent genannt. Der solle dabei von einem nicht genannten Finanzinvestor unterstützt werden. Borletti sagte dem "Handelsblatt": "Es laufen derzeit Diskussionen, an denen wir uns beteiligt haben. Aber angesichts der delikaten Lage ziehe ich es vor, nicht zu kommentieren."

Den Kontakt zu dem Warenhaus-Unternehmer Borletti soll dem Metro-Chef demnach laut Finanzkreisen Goldman-Sachs-Deutschlandchef Alexander Dibelius vermittelt haben. Eine Goldman-Sprecherin sagte, ihr sei davon nichts bekannt. Auch bei Metro äußerte sich dem Bericht zufolge zu einer möglichen Übernahme der geplanten Deutschen Warenhaus AG durch den Italiener bedeckt. "Uns liegt dazu nichts vor", sagte ein Sprecher. Er bestätigte aber, dass Metro die Warenhäuser zunächst einer ein- bis zweijährigen Umstrukturierung unterziehen wolle, um sie dann mehrheitlich abzugeben. Dabei sei auch der Börsengang eine Option.

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