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Mobilität
29.06.2021

Flugtaxis bekommen einen Entwicklungsschub

Steht für die Urban Air Mobility-Initiative in Ingolstadt: der City Airbus.
Foto: Luzia Grasser

Deutschland soll nach Vorstellung des Bundesverkehrsministeriums „Leitmarkt der Drohnenwirtschaft“ werden. Ingolstadt profitiert davon.

Es ist schon wieder eine Weile her, als im März 2019 der Weltöffentlichkeit auf dem Ingolstädter Rathausplatz der City Airbus vorgestellt wurde. Seither hat sich die Region als Standort für Urban Air Mobility einen Namen gemacht. Und seither weiß das Land, dass Flugtaxis zwar ein Zukunftsprojekt sind, dass diese Zukunft allerdings nicht mehr allzu weit entfernt ist.

Ein globales Wettrennen läuft seither und die verschiedenen Standorte positionieren sich. Deutschland will sich dabei nun im europäischen Kontext einheitlicher präsentieren und abstimmen. Die vier deutschen Urban Air Mobility (UAM) Modellstädte und –regionen Aachen, Hamburg, Nordhessen und eben Ingolstadt haben sich deshalb zu einem Innovationsnetzwerk zusammengeschlossen, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilt. Das Ziel ist: „Deutschland zum Leitmarkt für Drohneninnovationen machen und das sichere automatisierte und vernetzte Fliegen in die Praxis zu bringen.“

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: "Noch enger zusammenarbeiten"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte: „In Zukunft arbeiten wir noch enger zusammen, um Drohneninnovationen in die Praxis zu bringen. Das Know-how ‚Made in Germany‘ ist da. Das wollen wir noch stärker nutzen. Dafür bringen wir alle zusammen: Drohnen-Community, Start-ups, Forschung, Städte und Kommunen.“

Und Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) erklärte anlässlich der Unterzeichnung des „Memorandums für smarte Städte und Regionen: „Am Mobilitätsstandort Ingolstadt haben Stadt, Unternehmen und Wissenschaft bereits viele Anstrengungen unternommen, um die Mobilität der Zukunft aktiv zu gestalten. Wir freuen uns, die Urban Air Mobility als innovatives Mobilitätskonzept zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium und unseren Partnerregionen weiter voranzutreiben und zu prägen.“ Dabei gehe es nicht nur um die Entwicklung innovativer Zukunftskonzepte, sondern auch um die „Schaffung von Arbeitsplätzen in Forschung, Entwicklung und Produktion“.

Stadt Ingolstadt: "Das ist etwas, das allen Unternehmen zugute kommt"

Auch wenn der größte Arbeitgeber der Stadt, Audi, inzwischen wieder auf Kurs ist, bemüht sich Ingolstadt schon länger, die Monostruktur des Standortes aufzubrechen. Wesentlicher Teil dieses Plans sind die Flugtaxis.

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Dahinter steckt natürlich nicht nur der City Airbus, der von Airbus Helicopters in Manching getestet und entwickelt wird, sondern viel mehr. Drohnen können zum Beispiel lebensnotwendige Medikamente schnell transportieren. Sie können nach Unwettern das Schienennetz der Bahn überprüfen. Allein in der Ingolstädter UAM-Initiative, in der in der Region die städtische Mobilität der Zukunft erprobt werden soll, sind inzwischen rund 80 Unternehmen, Institutionen und Partner zusammengeschlossen. Bund und Freistaat fördern die Flugtaxis und Co, die UAM, mit vielen Millionen.

Bastian Walthier aus der Stabsstelle Wissenschaft und Hochschulförderung der Stadt Ingolstadt, erklärt die Vernetzung von Ingolstadt mit den anderen UAM-Regionen so: „Uns geht es darum, dass wir ein Ökosystem schaffen, das den Markt für UAM voranbringen kann. In Deutschland und in Europa. Das ist etwas, das allen Unternehmen zugute kommt.“

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