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Steuerfahnder

06.12.2018

Nach Geldwäsche-Razzia: Deutsche Bank geht in die Offensive

Dunkle Wolken ziehen über der Zentrale der Deutschen Bank im Frankfurter Bankenviertel hinweg.
Bild: Arne Dedert, dpa (Archiv)

Die Bank aus Frankfurt betont, dass sie mit den Behörden kooperiere. Bei der Razzia ging es um zwei Mitarbeiter. Was ihnen vorgeworfen wird.

Nach der Razzia wegen Geldwäsche-Verdachts gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank geht der Finanzkonzern in die Offensive. "Bislang sind wir uns keines Fehlverhaltens unsererseits bewusst, wir warten die Schlussfolgerungen der Staatsanwälte ab", sagte Finanzvorstand James von Moltke am Donnerstag dem Sender CNBC in Frankfurt. Der amtierende Vorstand habe massiv in die Verbesserung interner Kontrollsysteme und die Überprüfung von Kunden investiert.

Die in den Fall verwickelte ehemalige Tochter auf den Britischen Jungferninseln hatte die Deutsche Bank im März dieses Jahres verkauft. Von Moltke betonte, es habe sich um eine "sehr kleines Geschäft mit sehr wenigen Kunden" gehandelt. Der Finanzchef bekräftigte, die Bank kooperiere umfassend mit den Behörden.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag hatten Staatsanwälte und Steuerfahnder unter anderem die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt begründete die Aktion mit dem Verdacht, dass Mitarbeiter des Geldhauses Kunden halfen, sogenannte Off-Shore-Gesellschaften in Steueroasen zu gründen, um Steuern zu hinterziehen und Gelder zu waschen.

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Deutsche Bank: Razzia wegen Geldwäscheverdachts

Konkret richten sich die Ermittlungen gegen zwei 50 bzw. 46 Jahre alte Mitarbeiter des Geldhauses. Ihnen wird vorgeworfen, in einigen Fällen pflichtwidrig keine Anzeige auf Geldwäscheverdacht erstattet zu haben, obwohl nach Ansicht der Ermittler dafür ausreichend Anhaltspunkte vorlagen. Die Ermittlungen beziehen sich auf den Zeitraum 2013 bis einschließlich 2018.

Der Verdacht gegen die Bank-Mitarbeiter ergab sich nach Angaben der Ermittler nach Auswertung von Daten der "Offshore-Leaks" und "Panama Papers" durch das Bundeskriminalamt (BKA). Die "Panama Papers" waren Journalisten zugespielt und im Frühjahr 2016 veröffentlicht worden. Die Unterlagen der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca enthalten Informationen über Geschäfte mit Briefkastenfirmen. (dpa)

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