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Tarifkonflikt

06.02.2018

Nach Pilot-Abschluss: Bayerische Metaller verhandeln über Tarifeinigung

Mit Streiks dürfte es in der Metall- und Elektrobranche vorerst vorbei sein. In Baden-Württemberg erzielten Gewerkschaft und Arbeitgeber eine Einigung. In Bayern wird verhandelt.
Bild: Sophia Kembowski/Archiv (dpa)

Nach langen Verhandlungen ist der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektrobranche im Südwesten beigelegt. Auch in Bayern wollen Gewerkschaft und Arbeitgeber sich jetzt einigen.

Nach dem Metall-Pilotabschluss in Baden-Württemberg wollen IG Metall und der bayerische Arbeitgeberverband vbm schnell über eine Übernahme des neuen Tarifvertrags verhandeln. Das Gespräch soll an diesem Donnerstag stattfinden, wie vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und IG Metall-Landesbezirksleiter Jürgen Wechsel am Dienstag in München mitteilten.

Bayerische Metaller verhandeln am Donnerstag über Tarifabschluss

Gewerkschaft und Arbeitgeber in Baden-Württemberg hatten sich in der Nacht auf einen neuen Tarifvertrag im Südwesten geeinigt und die Übernahme in den übrigen Tarifbezirken empfohlen. Der Abschluss soll für 27 Monate gelten, er sieht unter anderem 4,3 Prozent mehr Gehalt vor, außerdem jährliche Einmalzahlungen und eine Flexibilisierung der Arbeitszeit nach oben und nach unten. Die Beschäftigten können für bis zu zwei Jahre ihre Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden absenken. Im Gegenzug dürfen Betriebe dann mit mehr Beschäftigten als bisher 40-Stunden-Verträge abschließen. 

Gewerkschafter nach Tarifeinigung im Südwesten zufrieden

Die Einigung in Baden-Württemberg löste bei den Arbeitgebern keine große Begeisterung aus. Der Abschluss gehe "sehr deutlich an die Belastungsgrenze und für nicht wenige Unternehmen darüber hinaus", sagte Brossardt. Positiv hob er unter anderem die lange Laufzeit von 27 Monaten hervor.

IG Metall-Landesbezirksleiter Wechsler äußerte sich deutlich zufriedener. Die IG Metall habe den Durchbruch für eine moderne Arbeitszeitkultur geschafft. Das sehr gute Ergebnis hätten sich die Beschäftigten durch ihre überwältigende Beteiligung an den Warnstreiks und ganztägigen Warnstreiks selbst erkämpft. (dpa/lby)

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