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Gerechtere Verteilung

01.07.2017

Netzentgelte werden neu geregelt - Verbraucher profitieren

Vor allem in Ost- und Norddeutschland sind sie Strompreise hoch - dort wird viel Ökostrom produziert, die Netze sind aber unzureichend ausgebaut und teurer als anderswo.
Bild: Patrick Seeger (dpa)

Stromkunden in Ost- und Norddeutschland können mittelfristig mit niedrigeren Preisen rechnen, im Gegenzug könnte es im Westen und Süden teurer werden.

Der Bundestag hat ein Gesetz verabschiedet, um die Netzentgelte für Kunden und Unternehmen bundesweit gleichmäßiger und gerechter zu verteilen. Die schrittweise Anpassung soll 2019 in Kraft treten und dann in Jahres-Schritten erfolgen, so dass Anfang 2023 bundesweit ein einheitliches Niveau erreicht wird.

Die große Koalition hatte die Neuregelung vor allem den neuen Ländern zugesagt. Union und SPD verständigten sich dann am Dienstag praktisch in letzter Minute noch auf einen Zeitplan für die Angleichung der Netzentgelte. Diese machen rund ein Viertel der Stromkosten aus. Vor allem in Ost- und Norddeutschland sind sie hoch - dort wird viel Ökostrom produziert, die Netze sind aber unzureichend ausgebaut und teurer als anderswo. Die Netzkosten fallen pro Kunde umso höher aus, je dünner ein Versorgungsgebiet besiedelt ist.

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) bedauerte, das Netzentgeltmodernisierungsgesetz greife nur Ausschnitte einer gänzlich zu modernisierenden Systematik auf. Die Reform schaffe nun aber immerhin "auch für die Anlagenbetreiber in der Industrie Investitions- und Planungssicherheit", hieß es.

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