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Weltbild-Insolvenz

29.08.2014

Neuer Investor verzichtet auf weitere Kündigungen bei Weltbild

Gute Nachrichten bei Weltbild: Der neue Investor Droege verzichtet offenbar auf weitere Kündigungen. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

In einer Betriebsversammlung in Augsburg wurde den Weltbild-Beschäftigten jetzt die Unterzeichnung des Übernahmevertrags durch das Düsseldorfer Beratungsunternehmen Droege bekannt gegeben.

Der Weltbild-Betriebsratsvorsitzende Peter Fitz berichtete dabei, dass es im Zuge der Übernahme zu keinen weiteren Kündigungen komme. Dies teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Die Droege Group nehme nicht nur Abstand von betriebsbedingten Kündigungen, sondern wolle auch tatkräftig investieren und sich langfristig bei Weltbild engagieren. Thomas Gürlebeck von Verdi sagte: „Einzigartig ist, dass es gelungen ist durch einen Tarifvertrag eine gut ausgestattete Transferlösung und gerechtfertigte Abfindungen über den insolvenzrechtlichen Abfindungsdeckel hinaus zu vereinbaren. Dies wäre nicht möglich gewesen, hätte die Kirche ihre finanziellen Zusagen nicht eingehalten.“

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Die Weltbild-Gruppe hatte Anfang des Jahres Insolvenz angemeldet, nachdem die beteiligten Bistümer den Geldhahn zugedreht haben. Zuletzt hatte das Unternehmen laut Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz rund 100 Millionen Euro Verlust im Geschäftsjahr verbuchen müssen, der Umsatz lag bei rund 610 Millionen Euro. Die Weltbild-Gruppe ist im Online- sowie stationären Handel aktiv und beschäftigt derzeit noch mehr als 2000 Mitarbeiter am Konzernsitz in Augsburg und in den Buchhandlungen in ganz Deutschland.

Erst diese Woche wurde bekannt, dass Weltbild künftig Alleineigentümer des Online-Buchhändlers bücher.de ist. Die augsburger Gruppe übernahm vom Axel-Springer-Konzern das restliche Drittel der Anteile. "Die Übernahme trägt der zunehmenden Verlagerung des Buchhandels in Richtung Internet Rechnung", so Geiwitz. mke/bo 

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