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BASF-Tochter

12.08.2017

Ölforderung: Wintershall legt Streit in Libyen bei

Wintershall-Zentrale: Der libysche Ölkonzern hatte 890 Millionen Euro Schadenersatz gefordert.
Bild: Uwe Zucchi (dpa)

Die BASF-Tochter Wintershall hat den Streit um die Ölförderung mit dem libyschen staatlichen Ölkonzern NOC vorerst beigelegt.

"Wir haben uns mit der NOC auf eine Wiederaufnahme der Produktion geeinigt", sagte ein Wintershall-Sprecher am Freitag in Kassel. Nicht vom Tisch ist dagegen der Konflikt um die Verträge. Zuerst hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Das Magazin hatte geschrieben, dass Wintershall mehr als Dreiviertel seiner Produktion an die libysche Ölgesellschaft abtrete und damit vorerst eine Milliardenstrafe abwenden könne.

Details zur Einigung machte Wintershall nicht. "Bei unserer Vereinbarung geht es in erster Linie um die Deckung unserer laufenden Kosten", erklärte der Sprecher lediglich. NOC und Wintershall seien übereingekommen, "konstruktiv die aktuelle Vertragslage zu erörtern und beidseitig zu einer Lösung des Konfliktes beizutragen".

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Die Tochter des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF streitet mit der NOC über Konzessionsverträge in Libyen. Dabei geht es um Lizenzen und Verpflichtungen noch aus der Zeit des später gestürzten Diktators Muammar al-Gaddafi.

Die Produktion stand daher seit März zeitweise komplett still. Wintershall und NOC waren sich uneins über die Rechte und Verpflichtungen des deutschen Unternehmens. Der libysche Ölkonzern hatte deswegen 890 Millionen Euro Schadenersatz gefordert.

Wintershall erklärte dazu weiter: "Die angeblichen Ansprüche gegen Wintershall auf Geldzahlungen bestehen nicht." Die Konzessionsverträge mit dem libyschen Staat seien weiter gültig und in Kraft. Seit Juni läuft die Förderung von BASF in Libyen wieder.

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