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22.07.2010

Ölkonzerne bauen Notfallsystem auf

Ölkonzerne bauen Notfallsystem auf
Bild: DPA

Washington (dpa) - Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wollen die großen Ölkonzerne gemeinsam vorsorgen. Mit einer Investitionen von einer Milliarde Dollar (780 Mio Euro) bauen vier der größten Konzerne ein Notfallsystem zur Eindämmung einer künftigen Ölpest auf.

Das System von Exxon, Chevron, ConocoPhillips und Shell sieht im Kern vor, bis zu 13 600 Tonnen Öl täglich aus einer defekten Quelle aufzufangen, teilten die Unternehmen mit. Das wäre eine deutlich größere Menge als drei Monate lang Tag für Tag in den Golf von Mexiko gesprudelt sind.

Das System soll in einer Tiefe von bis zu 3000 Metern funktionieren - das derzeitige Leck befindet sich in 1500 Meter Tiefe.

BP - der verantwortliche Konzern der gegenwärtigen Katastrophe - beteiligt sich nicht an dem Notfallsystem. Das Projekt sei aber auch für andere Unternehmen offen, hieß es. Ziel sei eine Verbesserung der Sicherheit im Golf von Mexiko, wo 30 Prozent des Erdgases und Erdöls in den USA gefördert werden. Rund 170 000 Jobs hängen daran, heißt es.

Kommentatoren in Washington meinten, es handele sich bei dem Projekt auch um eine Aktion zur Behebung des Imageschadens der Ölindustrie nach dem Umweltdesaster. Außerdem zielten die Konzerne auf eine Aufhebung des Moratoriums von Tiefseebohrungen. Die Regierung von US-Präsident Obama hatte zunächst ein sechsmonatiges Moratorium erlassen, das dann aber von Gerichten gekippt wurde. Darauf verhängte die Regierung ein neues Verbot.

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