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Software-Fehler

22.05.2019

Panne bei Geldtransfer-Prüfung der Deutschen Bank entdeckt

Die Panne bei der Deutschen Bank ist heikel, weil Banken verpflichtet sind, die Herkunft ihrer Gelder genau zu prüfen.
Bild: Arne Dedert, dpa

Software-Panne bei der Deutschen Bank: Wie nun bekannt wurde, hat das Geldhaus Problem, Zahlungen von Großkunden nach Vorschrift zu prüfen.

Bei der Deutschen Bank ist ein Software-Fehler bei der Überprüfung des Zahlungsverkehrs gefunden worden. Das Institut habe mehrere Anwendungen, um Risiken im Zahlungsverkehr zu überwachen, teilte es am Mittwoch mit. "Bei einer dieser Anwendungen sind zwei von 121 Parametern nicht korrekt definiert." Dabei sei es darum gegangen, Transaktionen im Nachhinein zu analysieren, nicht um die Ausführung von Geldströmen. Die Deutsche Bank bestätigte damit einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. Demnach hat das Geldhaus Probleme, Zahlungen von Großkunden vorschriftsmäßig zu überprüfen.

Deutsche Bank will Software-Fehler "schnellstmöglich" beheben

Mitarbeiter der Abteilung Finanzkriminalität hätten den Fehler im System entdeckt, nachdem die Bank ihre Prozesse im Herbst vergangenen Jahres verbessert habe, hieß es weiter. Die Bank arbeite daran, den Fehler "schnellstmöglich" zu beheben und befinde sich dazu "im engen Austausch mit den Regulatoren".

Die Panne ist heikel, weil Banken gehalten sind, Kunden und die Herkunft ihrer Gelder genau zu prüfen. Das soll etwa Geldwäsche verhindern. Die Deutsche Bank steht ohnehin besonders im Fokus der Behörden: Die Finanzaufsicht Bafin hat ihr Herbst einen Sonderaufpasser verpasst, um die Umsetzung von Vorgaben gegen Geldwäsche zu überwachen.

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Deutsche-Bank-Aktien haben fast 38 Prozent an Wert verloren

Die Panne wurde kurz vor der Hauptversammlung an diesem Donnerstag bekannt. Dort müssen sich Konzernchef Christian Sewing und Aufsichtsratschef Paul Achleitner ohnehin auf Kritik der Anteilseigner gefasst machen. Deutsche-Bank-Aktien haben binnen eines Jahres fast 38 Prozent an Wert verloren und waren erst zuletzt erneut eingebrochen. Mehrere Stimmrechtsberater empfehlen den Aktionären, die Bankführung nicht zu entlasten. (dpa)

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