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Porsche
22.06.2015

Weitere Anklage gegen Wiedeking wegen mutmaßlicher Marktmanipulation

Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss vor Gericht.
Foto: Uwe Anspach (dpa)

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen Wendelin Wiedeking weitere Vorwürfe erhoben. Der Ex-Porsche-Chef muss sich in erstem Verfahren ab Ende Juli vor Gericht verantworten.

Gegen den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen früheren Finanzvorstand Holger Härter ist wegen des Verdachts der Marktmanipulation beim Machtkampf um den Volkswagen-Konzern eine zweite Anklage erhoben worden. Ihnen wird darin vorgeworfen, bei der versuchten Übernahme des Volkswagen-Konzerns im Oktober 2008 mit einer nicht korrekten Pressemitteilung den Kurs der Volkswagen-Aktien manipuliert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag mitteilte.

Der neuen Anklage zufolge sollen die beiden Beschuldigten in einer Porsche-Pressemitteilung vom 26. Oktober 2008 die Börse nur unvollständig über ihren Übernahmeplan bei VW unterrichtet und mit dem Verschweigen von Verkaufsoptionen Einfluss auf den Kurs der VW-Aktie genommen haben.

Porsche: Wiedeking und Härter müssen sich vor Gericht verantworten

Wiedeking und Härter müssen sich bereits wegen eines ähnlichen Vorwurfs vom 29. Juli an vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Laut der ersten Anklage sollen sie den Aktionären ihre Übernahmepläne 2008 per Aktienaufstockung bei Volkswagen  verschwiegen oder dementiert haben. Die Staatsanwaltschaft sieht darin eine "informationsgestützte Marktmanipulation".

Der Versuch, Volkswagen zu 75 Prozent zu übernehmen, war am Ende gescheitert. Stattdessen wurde die Porsche AG ihrerseits von Volkswagen übernommen. Der frühere Porsche-Finanzvorstand Härter wurde mittlerweile wegen Kreditbetrugs im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht zu einer Geldstrafe von 630.000 Euro verurteilt. afp

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