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Herzogenaurach

16.02.2015

Puma hofft auf gute Zahlen nach Unternehmensumbau

Der Vorstandsvorsitzende des Sportartikelherstellers Puma, Björn Gulden, bei der Hauptversammlung des Unternehmens.
Bild: Daniel Karmann (dpa)

Der drittgrößte Sportartikelhersteller der Welt, die Firma Puma aus Herzogenaurach (Franken), stellt heute ihre Geschäftszahlen aus 2014 vor. Ein Mann steht dabei im Mittelpunkt.

Am Montag um 10.00 Uhr ist es soweit: Der weltweit drittgrößte Sportartikelhersteller Puma gibt seine Geschäftszahlen aus dem vergangenen Jahr bekannt. Da 2013 hohe Sonderkosten angefallen waren, dürfte der Gewinn auf niedrigem Niveau diesmal kräftig zulegen - sehr zur Erleichterung der Franken, die seit 2012 mit einem tiefgreifenden Unternehmensumbau und Sparprogrammen gegen schwindende Erträge ankämpfen.

Björn Gulden - der Macher im Hintergrund

Björn Gulden will nicht der Star-Stürmer sein, der ständig im Rampenlicht steht - dabei war der seit gut eineinhalb Jahren amtierende Puma-Chef früher sogar einmal Profi-Fußballer. Doch heute sieht er sich als Trainer, der im Hintergrund agiert und seine Mannschaft zu Höchstleistungen antreibt. Eines seiner effizientesten Trainingsmittel: das Mobiltelefon. Führungskräfte können Gulden nach eigenem Bekunden jederzeit anrufen - "genauso wie ich sie rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche anrufe".

Der Norweger entspricht mit seiner lässig-ruhigen, zurückgenommenen Art so gar nicht dem Klischee des Anzug tragenden, machtbesessenen Vorstandsvorsitzenden eines internationalen Konzerns. Statt seine Führungskräfte an der engen Leine zu halten, überträgt er ihnen viel Verantwortung. Im Gegenzug muss das Management dann aber auch liefern, denn Guldens Ansprüche sind hoch - auch an sich selbst.

Erste Kollektion unter Gulden erscheint

Der Vertriebsspezialist gilt als harter, akribischer Arbeiter. Nach inzwischen mehr als drei schmerzhaften Jahren mit einem tiefgreifenden Umbau will er den weltweit drittgrößten Sportartikelhersteller aus dem fränkischen Herzogenaurach unbedingt wieder auf die Erfolgsspur führen. Dafür setzt er nicht länger auf hippe Lifestyle-Klamotten, sondern auf funktionale Sportprodukte. Die jetzt herauskommende Frühjahrs- und Sommerkollektion ist die erste, die unter seiner Führung entstanden ist.

Gulden kommt aus der Welt des Sports, auch wenn er nach seinem frühen Ausscheiden aus dem Profi-Fußball - als junger Mann kickte er beim 1. FC Nürnberg - als Konsumgüterspezialist Karriere machte. Trotz der lädierten Knochen braucht der bald 50 Jahre alte Vater von drei Kindern noch immer viel Bewegung. Ein Hotel ohne erstklassiges Fitness-Studio kommt für ihn deshalb prinzipiell nicht in Frage. dpa

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