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Volkswagen

20.05.2020

Rassistische Anspielungen auf Instagram: VW will Hintergründe prüfen

Auf Instagram warb Volkswagen mit einem Clip voller rassistischer Anspielungen.
Bild: Christophe Gateau, dpa

Eine Volkswagen-Werbung sorgt für Aufmerksamkeit. Das Video, mit dem VW auf Instagram warb, enthält mehrere Anspielungen, die rassistisch verstanden werden können.

Volkswagen hatte in seiner Instagram-Story eine Werbung mit mehreren rassistischen Anspielungen geschaltet. In dem Video ist eine riesige weiße Hand zu sehen, die einen Mann mit dunkler Hautfarbe herumschiebt und schließlich in ein Haus mit der Aufschrift "Petit Colon" schnippst. Kritiker sehen darin eine Anspielung auf die europäische Kolonialgeschichte. Danach werden die Worte "Der neue Golf" eingeblendet.

Die Buchstaben fliegen dabei so ins Bild, dass sie kurz das rassistische N-Wort ergeben. Volkswagen hat angekündigt, die Story nicht weiter auszupielen. In den sozialen Medien kursiert das Video aber weiter. "Es scheint leider noch immer vollkommen legitim zu sein, mit rassistischer Werbung zu provozieren und anzuecken", kommentiert ein Nutzer.

Rassistische Anspielungen auf Instagram: VW will Hintergründe prüfen

Volkswagen entschuldigt sich für rassistische Werbung und kündigt Aufklärung an

"Wir können die Empörung und Wut als Reaktion auf das Video verstehen", sagt Christoph Oemisch, Sprecher bei VW, unserer Redaktion. Das Video sei falsch und geschmacklos, VW distanziere sich davon. "Wir werden aufklären, wie das passieren konnte und Konsequenzen daraus ziehen."

Der Clip kursiert nach wie vor auf Instagram und Twitter. Nach ersten kritischen Kommentaren hatte sich Volkswagen unter einem anderen Post für das Video entschuldigt. "Wie ihr euch vorstellen könnt, sind wir überrascht und schockiert, dass unsere Instagram Story derart missverstanden werden kann", schreibt das Unternehmen. Man positioniere sich klar gegen Rassismus, die Inhalte stellten einen kreativen Umgang mit dem Format Instagram dar, heißt es weiter.

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21.05.2020

Es ist ganz einfach - man nimmt die schwarzen Lego Männchen nicht in die Werbung, dann hat man weniger Ärger mit Leuten die immer auf der Suche nach Rassismus und Kolonialgeschichte sind sowie jeden Clip in Zeitlupe ansehen.

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21.05.2020

Sie irren sich.

Die Sache ist so eindeutig, dass es nicht notwendig ist nach Rassismus zu suchen. Es ist offensichtlich.
Wenn man allerdings auf dem rechten Auge Probleme hat, kommen so krude Ideen und Aussagen zustande.

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21.05.2020

Wer sicher gehen will nimmt keine Farbigen in die Werbung. Das ist Klugheit und kein Rassismus.

VW hätte keinen Ärger, wenn die geschnippte Person weiße Hautfarbe hätte - so einfach ist das!

Herr M. Ihr Auftritt beweist doch nur wieder, dass ich Recht habe. Es geht um eine politische Auseinandersetzung, die auf der Instrumentalisierung der Hautfarbe basiert. Da ist VW aus einigen anderen Gründen (grünökologischen/antikapitalistischen) das Ziel und nicht weil farbige Menschen irgendwo im VW Konzern rassistisch angegangen werden.

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21.05.2020

@Peter P.

Sie irren sich wieder. Mit dem Problem auf dem rechten Auge war schließlich nicht Volkswagen gemeint.

Es geht nicht darum wer Recht hat, sondern darum dass bei dieser Werbung mehrere Anspielungen rassistisch verstanden werden können ohne danach zu suchen.
Immerhin entschuldigt sich Volkswagen offensichtlich für rassistische Werbung und kündigt Aufklärung an. So einfach ist das.

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20.05.2020

Aufgrund des Urheberrechtsgesetz kann man die Videos natürlich sehr leicht und schnell aus Sozialen Netzwerken entfernen lassen.
VW hat das Video hochgeladen und sich kurz darauf "entschuldigt"

Aber die Videos natürlich nicht gelöscht, weil man genau weiß was es auslößt und unbedingt auffallen will.
Meine Konsequenz daraus ist ganz einfach, kein Auto von VW kaufen.

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20.05.2020

Das ist kein Missverständnis. Der Clip ist nicht nur offensichtlich plump rassistisch, sondern er bedient gezielt und nur leicht getarnt rechtsextreme Codes. Bei Sekunde 7 und 8 erscheint zuerst GER, danach mit zusätzlichen 2 Buchstaben das rassiustische N-Wort, dann wird der farbige Mann weggeschnippt - in die kleine Kolonie "Petit Colon" - und dann erscheinen die gesamten Buchstaben: DER NEUE GOLF. Ich fasse es nicht. Da sind rechtsextreme Kenner und Könner in Abteilungen, beauftragten Agenturen, Freigabestellen.
Theresia Volk, Augsburg (ehemalige Mitarbeiterin des VW-Konzerns)

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