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Streik der GDL

05.11.2014

"Reine Schikane": Stimmen zum Rekordstreik bei der Bahn

Die Lokführergewerkschaft GDL hat zu einem erneuten Streik bei der Deutschen Bahn aufgerufen.
Bild: Jens Büttner/dpa

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zu einem erneuten Streik aufgerufen. Die Bahn steht vor dem längsten Streik ihrer Geschichte. Lesen Sie hier die Reaktionen.

Mehr als vier Tage wollen die Lokführer ihre Arbeit niederlegen. Die Deutsche Bahn steht damit vor einem Rekordstreik - dem längsten in ihrer 20-jährigen Geschichte. Am Mittwochnachmittag, ab 15 Uhr, soll dieser im Güterverkehr beginnen.

Ab Donnerstag bis Sonntag sind dann bundesweit alle Fahrgäste des Nah- und Fernverkehrs und der S-Bahnen betroffen. Der Ausstand im Personenverkehr fängt am Donnerstag um 2.00 Uhr an und endet am folgenden Montag um 4.00 Uhr. Das teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer mit. Von dem Streik sind Hunderttausende Pendler betroffen.

Auf diese Ankündigung gab es zahlreiche Reaktionen. Ein Überblick:

Ulrich Weber, Personalvorstand bei der Bahn: "Dieser Streikaufruf macht nur noch sprachlos und ist reine Schikane. Während sich die Menschen in Deutschland darauf freuen, am 9. November den 25. Jahrestag des Mauerfalls zu feiern, will die GDL mit dem längsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn das öffentliche Leben in unserem Land lahmlegen."

Alexander Kirchner, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrgewerkschaft (EVG): "Er (Claus Weselsky) schadet nicht nur der Bahn, er schadet der Gewerkschaftsbewegung, weil er eine andere Gewerkschaftslandschaft haben will."

Peter Tauber, CDU-Generalsekretär, gegenüber Spiegel Online: "Die Dauer des Streiks allein lässt jedes Maß vermissen."

Gerd Aschoff, Sprecher von "Pro Bahn", gegenüber der Rheinischen Post: "Die Fahrgäste haben immer weniger Verständnis für die Lokführer. Die Fahrgäste sind die Hauptleidtragenden der Streiks. Viele Berufstätige merken die Folgen unmittelbar, wenn sie nicht oder verspätet zu wichtigen Terminen kommen. Es besteht die Gefahr, dass die Bahn dauerhaft Kunden an den Fernbusverkehr verliert. Die GDL sägt am eigenen Ast."

Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein: "Der Streik ist ein Schlag ins Gesicht von Millionen Menschen, die ohne die Bahn nicht zur Arbeit, Schule oder Hochschule kommen". Eine "verantwortungsvolle Gewerkschaft" würde sich anders verhalten.

Streik bei der Bahn: Empörung auch im Internet

Auch in den sozialen Netzwerken, wie etwa auf Twitter, ist die Empörung groß, wie diese Beispiele zeigen.

 

Claus Weselsky, Vorsitzender der GDL: "Hetzkampagne der Medien"

GDL-Vorsitzender Claus Weselsky selbst spricht von einer "Hetzkampagne", die gegen die Gewerkschaft und ihn stattfinde: "Das, was hier als Medienkampagne gemacht worden ist, ist schlimm genug, weil wir mit unseren rechtmäßigen Streikmaßnahmen in die Nähe von Terroristen gestellt worden sind. Und das haben weder Lokführer noch Zugbegleiter verdient."

AZ/dpa

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