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Reuter-Abgang: Das Motto in Peking heißt "China First"

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Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
27.11.2018

Der Abgang von Kuka-Chef Till Reuter wirft Fragen auf. Wir sollten die Chinesen daran erinnern, welche Regeln in Deutschland gelten.

Es klang zu schön, um wahr zu sein. Als der Rest des Globus gerade begriff, dass Donald Trump Freihandel eher „bad“ findet, trat Chinas Präsident beim Weltwirtschaftsforum in Davos auf die Bühne – und jedes Wort klang, als wolle sein Land genau diese Leerstelle füllen und als sei Freihandel eine urchinesische Idee.

Leider war dieses Versprechen genau das: zu schön, um wahr zu sein. Was gerade bei Kuka geschieht , ist nur eine Fußnote in dieser globalen Erzählung, aber eine passende. Denn ganz gleich, ob es um die Öffnung eigener Märkte geht, den Schutz geistigen Eigentums, Kauf fremder Technologien oder staatsfinanzierte Übernahmen – alles ist einem ökonomischen Masterplan untergeordnet, und der lautet im Zweifel: China First.

Warum erklären die Chinesen nicht die Hintergründe?

Deswegen sollten wir nicht aufhören, mit dem Land Handel zu treiben. Auch können chinesische Investoren natürlich Führungspersonal austauschen, wenn es aus ihrer Sicht schlecht läuft. Aber wir sollten an unsere Standards erinnern, ob es um Übernahmen, Handelsbeziehungen geht – oder schlicht um Transparenz.

Nur ein kleines Beispiel: Warum etwa erläutert Kuka-Aufseher Andy Gu nicht höchstpersönlich der Kuka-Belegschaft, wieso genau Till Reuter gehen musste?

Lesen Sie auch die Analyse von Stefan Stahl zum Reuter-Abgang: Die Chinesen begehen den nächsten großen Fehler.

Wie stark sind die Unternehmen in der Region? Unser Schwaben-Check gibt die Antwort: zum Artikel.

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28.11.2018

Der Kommentar sendet das Signal, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind.
Und das ist auch gut so. Denn fast scheint es, als würden einige Akteure dem Lockruf des Geldes folgen, ohne die Konsequenzen ihres Handelns ausreichend gut einzuschätzen.

China und Transparenz - ein wohl eher frommer Wunsch!
Fairerweise muss man aber hinzufügen, dass auch in unserem Kulturkreis nicht jede "offizielle" Äußerung die wahren Motive offenlegt.

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