Newsticker

Personenschützer mit Corona infiziert: Heiko Maas in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Riesenverdienst für Ford-Chef trotz Rekordverlust

25.03.2009

Riesenverdienst für Ford-Chef trotz Rekordverlust

Riesenverdienst für Ford-Chef trotz Rekordverlust
Bild: DPA

Dearborn (dpa) - Trotz eines milliardenschweren Rekordverlusts des zweitgrößten US-Autobauers hat Ford-Chef Alan Mulally im vergangenen Jahr 13,6 Millionen Dollar (10 Mio Euro) verdient.

Das Vergütungspaket inklusive langfristiger Aktienoptionen falle um 37 Prozent niedriger aus als 2007, teilte der Autohersteller am Dienstag (Ortszeit) am Sitz in Dearborn (Michigan) mit. Ford hatte 2008 mit fast 15 Milliarden Dollar das höchste Minus seiner Geschichte eingefahren.

Zwei Millionen Dollar habe der 63-jährige Mulally in bar als Grundgehalt bekommen. Der Rest seien aktienbasierte Vergütungen. Ihr endgültiger Wert hängt bei der erst in späteren Jahren möglichen Einlösung von Fords Kursentwicklung an der Börse ab. Einen Bonus erhielt Mulally im Gegensatz zu 2007 nicht, damals waren es vier Millionen Dollar.

Für das laufende und das nächste Jahr habe der Konzernchef einer Kürzung seines Grundgehalts um 30 Prozent zugestimmt. Einschnitte gibt es zudem auch für andere Manager und für die Angestellten etwa in der Verwaltung.

Riesenverdienst für Ford-Chef trotz Rekordverlust

Mulally hatte im Herbst 2006 das Steuer des Autobauers übernommen. Seither baute Ford Zehntausende Stellen ab und schrieb stets tiefrote Zahlen - insgesamt rund 30 Milliarden Dollar in den vergangen drei Jahren. Mit operativen Gewinnen rechnet der Konzern frühestens 2011. Seit seinem Amtsantritt erhielt Mulally von Ford laut US-Medien insgesamt Vergütungspakete im Wert von mehr als 60 Millionen Dollar.

Ford kommt anders als die Wettbewerber General Motors (GM) und Chrysler trotz seiner Verluste bislang ohne Staatshilfen aus. Die Opel-Mutter GM und Chrysler müssen für weitere Milliardenspritzen bis Dienstag kommender Woche ein endgültiges Sanierungskonzept vorlegen. Ohne neues Geld wären beide binnen kürzester Zeit pleite.

Neben Mulally haben vier weitere Spitzenmanager der obersten Führungsriege für 2008 Vergütungspakete inklusive Aktienoptionen von zusammen fast 15 Millionen Dollar bekommen. Ihre davon in bar ausgezahlten Grundgehälter und Boni lagen bei knapp fünf Millionen Dollar.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren