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Robotik
26.04.2017

Warum die Chinesen mehr als Kuka wollen

Paul Fang ist Chef des Haushaltsgeräteherstellers Midea.
Foto: Ulrich Wagner

Midea-Chef kann Kritik an Übernahme des Augsburger Unternehmens nicht verstehen

Nach der Übernahme durch den chinesischen Midea-Konzern wollen die neuen Eigentümer den Roboterbauer Kuka auf Weltmarktkurs trimmen. „Kuka ist ein globaler Player, aber noch nicht genug global aufgestellt“, sagte der Chef des chinesischen Hausgeräteherstellers Midea, Paul Fang, gestern auf der Hannover Messe. Die Übernahme sei für Midea nur ein weiterer Schritt bei der Globalisierung des chinesischen Konzerns – „eine Übernahme von vielen“. Sie sei aber weniger Erwerb als Schulterschluss, sagte Fang, der weitere Übernahmen von deutschen Unternehmen nicht ausschloss.

„Wenn es in Deutschland weitere gute Unternehmen gibt, werden wir es uns durchaus überlegen, hier noch mal zu investieren“, sagte er. Die Umsatzzahlen des übernommenen Roboterbauers Kuka für das erste Quartal seien mit einem Plus von rund 20 Prozent sehr aussagekräftig. Kuka würden künftig die Vertriebswege von Midea in einem der größten Märkte für Industrieroboter offenstehen. Der Konzern, der Elektrogeräte wie Klimaanlagen, Waschmaschinen und Kühlgeräte baut, will Kuka bei Entwicklung und Ausbau von Automatisierungssystemen unterstützen.

Fang gab zu, bei der Übernahme mit Kritik aus Deutschland wie auch aus der Heimat gerechnet zu haben – diese sei aber unberechtigt gewesen. „Das ist die Globalisierung – das ist ein Trend, den keiner stoppen kann, weder in den USA noch in China“, sagte Fang. (dpa)

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