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08.11.2018

Ryanair und Verdi einigen sich auf Eckpunkte für Tarifvertrag für Flugbegleiter

Ryanair ist der größte Billigflieger Europas. Im Streit um einen Tarifvertrag hat die Airline nun eine erste Einigung mit Verdi erzielt.
Bild: Marcel Kusch, dpa

Im Streit zwischen Ryanair und Verdi um einen Tarifvertrag für Flugbegleiter gibt es eine erste Einigung. Wichtige Eckpunkte stehen nun fest.

Der irische Billigflieger Ryanair und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben im Streit um einen Tarifvertrag für Flugbegleiter eine Einigung erzielt. Verdi teilte am Donnerstag mit, es gebe eine "Vorvereinbarung zu einem Tarifvertrag".

Einer Verdi-Sprecherin zufolge vereinbarten die Tarifparteien wichtige "Eckpunkte" wie die Anwendung des deutschen Arbeitsrechts, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und Gehaltserhöhungen sowohl für die festangestellten Kabinenbeschäftigten als auch für Leiharbeitnehmer.

Verdi: Ryanair will nach wie vor keine Betriebsräte zulassen

Die Vereinbarung werde gegenwärtig mit den Verdi-Mitgliedern bei Ryanair diskutiert. Daher werde eine Entscheidung erst nach Befragung der Mitglieder am 13. November erfolgen, erklärte Verdi. Mit der Vereinbarung könnten aber erstmals Absicherungen bei Versetzungen, Abfindungen und Wiedereinstellungen in einem Sozialplan geregelt werden. Problematisch ist laut Gewerkschaft nach wie vor, dass Ryanair keine Betriebsräte zulasse.

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Verdi verhandelt seit fast einem Jahr mit Ryanair über den ersten Tarifvertrag für die rund 1000 deutschen Flugbegleiter. Die Gewerkschaft rief ihre Mitglieder bislang zweimal zum Warnstreik auf.

Streiks bei Ryanair: Europaweit fielen hunderte Flüge aus

Bei den Ausständen, an denen europaweit Flugpersonal teilnahm, fielen jeweils hunderte Flüge aus. Neben den Flugbegleitern ringt derzeit auch die Pilotengewerkschaft Cockpit mit dem Billigflieger um einen Tarifvertrag.

Unterdessen teilte Ryanair mit, dass die Mehrheit der italienischen Flugbegleiter einer Tarifvereinbarung zwischen der Airline und den drei größten Gewerkschaften zugestimmt habe.

Dadurch sollen die in Italien stationierten Crew-Mitglieder über die nächsten drei Jahre mehr Gehalt bekommen. Das Unternehmen habe außerdem Anerkennungsvereinbarungen mit einer griechischen und einer schwedischen Flugbegleiter-Gewerkschaft unterzeichnet. (afp)

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