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18.06.2009

Sieben Chrysler-Werke nehmen Produktion auf

Sieben Chrysler-Werke nehmen Produktion auf
Bild: DPA

Detroit (dpa) - Der mit Hilfe von Fiat neu gestartete US-Autobauer Chrysler will Ende des Monats die Produktion in sieben Werken wieder aufnehmen. Sie war mit der Insolvenz Ende April praktisch komplett gestoppt worden.

Der italienische Fiat-Konzern, der vor einer Woche bei dem maroden US-Hersteller eingestiegen war, hatte sich das Ziel gesetzt, dass bis Ende Juni wieder Autos bei Chrysler gebaut werden. Unterdessen sagte des Chef des US-Branchenführers General Motors, Fritz Henderson, das Unternehmen könnte das am 1. Juni gestartete Insolvenzverfahren früher als innerhalb der angepeilten 60 bis 90 Tage verlassen.

Vom 29. Juni an sollen in vier Fabriken in den USA, weiteren zwei in Kanada und einer in Mexiko die Bänder wieder anrollen, teilte Chrysler am Mittwochabend mit. Termine für andere Werke sollten später genannt werden, hieß es. Chrysler hatte das Insolvenzverfahren vergangene Woche verlassen.

Fiat sicherte sich zunächst 20 Prozent an Chrysler. Die Italiener wollen durch den Eintritt auf den US-Markt wachsen, um eine in der Zukunft ausreichende Größe im Wettbewerb mit anderen Herstellern zu haben. Ursprüngliche wollte Fiat dazu auch den deutschen Autobauer Opel übernehmen. Die bisherige Tochter von General Motors (GM) soll nun aber an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und dessen russische Partner gehen. Chrysler hat 38 000 Beschäftigte in den Vereinigten Staaten und 54 000 weltweit.

Sieben Chrysler-Werke nehmen Produktion auf

Bei GM gehen Experten davon aus, dass der Konzern rasch aus dem Insolvenzverfahren kommen könnte, wenn eine für den 30. Juni angesetzte Gerichtsanhörung erfolgreich verläuft. Allerdings hatte schon der Fall Chrysler gezeigt, dass vor allem Einsprüche von Gläubigern das Verfahren massiv verzögern können.

Bei Chrysler waren drei Pensionsfonds bis vor das Oberste Gericht der USA gezogen, weil sie den weitgehenden Verfall ihrer Forderungen nicht akzeptieren wollten. Und die Gemengelage bei GM gilt noch als weitaus komplizierter. Allerdings ist ein zentraler Unterschied, dass bei GM die abgesicherten Gläubiger ihr Geld bekommen und es folglich möglicherweise weniger Unzufriedene gibt. Henderson sagte laut der Zeitung "Detroit Free Press" am Mittwoch, GM könnte das Verfahren auch schneller als bisher gedacht verlassen, er wolle jedoch keine konkrete neue Prognose abgeben.

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