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Bangen um Arbeitsplätze

11.08.2017

Solarworld-Gläubiger stimmen über Verkauf von Werken ab

Das Gebäude des insolventen Solartechnik-Herstellers Solarworld in Arnstadt.
Bild: Bodo Schackow (dpa)

Bei Solarworld schlägt die Stunde der Entscheidung: Sagen die Gläubiger "Ja" zum Verkauf der deutschen Werke, geht die Geschichte des Unternehmens vorerst weiter. Sonst bekommen fast alle der 1700 "Sunworker" in Deutschland nächste Woche die Freistellung.

Die Gläubiger des insolventen Solarkonzerns Solarworld stimmen heute über den Verkauf der beiden deutschen Werke im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt und die Fortführung mit noch 475 Arbeitsplätzen ab.

Kaufinteressent ist eine neu gegründete Gesellschaft unter Führung des einstigen Solarworld-Gründers Frank Asbeck. Das Geld für das Geschäft soll aus Katar kommen.

Sollten die Gläubiger ihre Zustimmung mehrheitlich verweigern, müssten die allermeisten der noch rund 1700 Solarworld-Beschäftigten in Deutschland schon in der nächsten Woche unwiderruflich freigestellt und später entlassen werden, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters erklärte. Nur kleine Abwicklungsmannschaften an den Standorten würden etwas länger bleiben. Fachleute zeigten sich vorsichtig optimistisch, dass eine Einigung gelingen könnte.

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Ein Teil der Gläubiger, deren Forderungen mit Sicherungsrechten versehen sind, könnten im Fall eines Verkaufs mit nur sehr geringen Verlusten aus der Insolvenz herauskommen. Andere nicht besicherte Gläubiger würden deutlich mehr verlieren. Hier liegt ein möglicher Konfliktpunkt.

Die Stimmrechte orientieren sich an den Forderungsbeträgen der Gläubiger. Es muss für die einzelnen Gesellschaften getrennt, also mindestens vier Mal abgestimmt werden. Die Versammlung ist nicht öffentlich und wird nach Einschätzung von Fachleuten mehrere Stunden dauern.

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